Heijō-kyō, Historische Kaiserstadt in Nara, Japan
Heijō-kyō war eine geplante Hauptstadt in der Provinz Yamato, im heutigen Nara, die nach einem rechteckigen Raster angelegt wurde. Die Hauptstraße Suzaku-Ōji teilte das Stadtgebiet in einen östlichen und einen westlichen Bereich, während der Kaiserpalast die Nordgrenze bildete.
Die Kaiserin Genmei verlegte die Regierung im Jahr 710 an diesen Ort und schuf damit die erste dauerhafte Hauptstadt nach chinesischem Vorbild. Die Stadt blieb bis 784 Sitz der Verwaltung, bevor der Hof nach Nagaoka-kyō umzog.
Der Name setzt sich aus „Heijō
Das weitläufige Gelände lässt sich am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden, da die Überreste über mehrere Kilometer verteilt liegen. Ein Besuch des rekonstruierten Palastbereichs im nördlichen Teil bietet einen guten Ausgangspunkt für die Orientierung.
Unter den Reisfeldern und Wohngebieten des modernen Nara liegen noch etwa 30 Prozent der ursprünglichen Strukturen im Boden verborgen. Archäologen entdecken regelmäßig neue Fundamente, Keramikscherben und Holzreste, die Aufschluss über das tägliche Leben im 8. Jahrhundert geben.
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