Provinz Inaba, Historische Region in der östlichen Präfektur Tottori, Japan
Inaba war eine historische Provinz im östlichen Teil des heutigen Bezirks Tottori und grenzte an die Provinzen Hoki, Mimasaka, Harima und Tajima. Die Landschaft umfasste verschiedene Siedlungsgebiete, die von der frühjapanischen Zeit bis zur klassischen Periode besiedelt waren.
Die Ifukube-Familie herrschte über die Provinz während der späten Kofun- und Asuka-Perioden, mit bedeutender politischer Aktivität an der kaiserlichen Hofstelle. Prinzessin Ifukibe no Tokotari war am Hof des Kaisers Mommu tätig und repräsentierte die regionale Bedeutung der Provinz in der Zentralregierung.
Der Ube-Schrein war das spirituelle Zentrum der Region und wurde als ichinomiya verehrt, was seine Bedeutung für die lokale religiöse Praxis unterstreicht. Dieses Heiligtum zog Gläubige an und prägte die spirituelle Identität der Bevölkerung über Jahrhunderte hinweg.
Archäologische Ausgrabungen in der gesamten Region haben Siedlungen aus der japanischen Altsteinzeit zutage gebracht, einschließlich Strukturen aus der Yayoi- und Kofun-Zeit. Besucher können mehr über diese frühen Perioden erfahren, indem sie lokale Museen aufsuchen, die Artefakte und Informationen über die lange Besiedlungsgeschichte ausstellen.
Der Name Inaba erscheint in historischen Texten in unterschiedlichen Schreibweisen: die Kojiki verwendete die Zeichen 稲羽, während die Kujiki die Variante 稲葉 notierte. Diese unterschiedlichen Darstellungen zeigen, wie antike Chronisten dasselbe Gebiet aufzeichneten.
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