Yarigatake, Berggipfel in der Präfektur Nagano, Japan.
Der Mount Yari erhebt sich auf 3.180 Meter Höhe und bildet mit seinen steilen Hängen und scharfen Graten einen markanten Punkt in den japanischen Nordalpen zwischen Matsumoto und Ōmachi. Die Felswände fallen an mehreren Seiten fast senkrecht ab und verleihen dem Berg seine charakteristische pyramidenartige Silhouette.
Der buddhistische Priester Banryu erreichte am 28. Juli 1828 als erster dokumentierter Besteiger den Gipfel und errichtete dort ein kleines Heiligtum. Danach entwickelte sich der Berg zu einem wichtigen Ziel für religiöse Wanderer und später für Alpinisten aus ganz Japan.
Der Gipfel erinnert mit seiner Form an eine aufragende Lanze und wird daher im Volksmund oft mit dem Matterhorn verglichen. Bergsteiger nutzen die Hütte knapp unterhalb des höchsten Punkts als Ausgangspunkt für den letzten steilen Aufstieg am frühen Morgen.
Der Aufstieg führt über mehrere Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, wobei die letzte Etappe zum Gipfel über steile Felsstufen verläuft. Eine Berghütte etwa 180 Meter unterhalb des höchsten Punkts bietet Übernachtungsmöglichkeiten und eine Pause vor dem finalen Anstieg.
Hier entspringt der Fluss Azusa, der später zum Shinano wird und als längster Wasserlauf Japans bis ins Japanische Meer fließt. Das Schmelzwasser sammelt sich in kleinen Rinnsalen an den oberen Hängen und beginnt seine lange Reise durch die Täler.
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