Tsūjun Bridge, Steinerner Aquädukt-Brücke in Yamato, Japan
Die Tsūjun-Brücke ist ein steinernes Aquädukt, das sich über 84 Meter durch ein Tal in Yamato erstreckt. Drei in den Stein eingelassene Rohre verlaufen parallel durch die Struktur und transportieren Wasser mittels eines Siphonsystems, das die Schwerkraft ausnutzt, um die Flüssigkeit über die Bogenspannungen hinweg zu bewegen.
Yasnosuke Futa, ein regionaler Anführer, ließ diese Überführung ab 1854 errichten, um Reisterrassen auf dem Shiraito-Plateau mit Wasser zu versorgen. Die Fertigstellung dauerte etwa acht Jahre und führte zu einem spürbaren Anstieg der landwirtschaftlichen Produktivität in der Region.
Die ursprüngliche Bezeichnung bedeutet im Lokaldialekt übersetzt 'Brücke mit durchgehenden Leitungen', was ihre Funktion klar beschreibt. Bauern aus der Umgebung versammeln sich hier zu bestimmten Zeiten, um gemeinsam die Wasserfreigabe zu beobachten, eine Gewohnheit, die seit Generationen gepflegt wird.
Die obere Plattform ist für Besucher zugänglich und bietet einen direkten Blick auf das Tal sowie die Wasserkanäle. Zwischen Frühling und Herbst finden regelmäßig Vorführungen statt, bei denen Wasser durch die alten Leitungen strömt, was einen Einblick in die Funktionsweise bietet.
Das Bauwerk erhielt 2023 als erste Ingenieurbauwerk Japans den Status eines Nationalschatzes. Obwohl über 160 Jahre alt, wird es nach wie vor aktiv für die Bewässerung der umliegenden Reisfelder genutzt, was seinen fortdauernden praktischen Wert unterstreicht.
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