Suitengū, Shinto-Schrein in Nihonbashi-Kakigarachō, Japan.
Suitengū ist ein Shinto-Schrein im Stadtbezirk Chūō von Tokio, dessen moderne Gebäude im Jahr 2016 von der Takenaka Corporation entworfen wurden. Die Anlage verbindet zeitgenössische Architektur mit traditionellen religiösen Elementen und liegt in einem dicht bebauten Geschäftsviertel.
Arima Yorinori, der neunte Daimyō des Kurume-Lehens, gründete diesen Schrein im Jahr 1818 als Zweigstelle des Hauptheiligtums in der Präfektur Fukuoka. Die ursprüngliche Verehrung der Wassergottheit wurde aus Kyūshū nach Edo übertragen und entwickelte sich zu einem Ort für Geburtssegen.
Der Schrein wird häufig von werdenden Eltern besucht, die hier für eine sichere Geburt beten und besondere Amulette erwerben. Eine Statue zeigt einen Hund mit seinem Welpen, ein Symbol für Fruchtbarkeit und Schutz der Familie.
Der Schrein ist eine Minute zu Fuß von Ausgang 5 der Station Suitengūmae (Hanzōmon-Linie der Tokyo Metro) und sechs bis acht Minuten von der Station Ningyōchō entfernt. Das Gelände erreicht man über eine zentrale Treppe zur zweiten Ebene, die von Laternen gesäumt ist. Der Schrein ist von 7 bis 18 Uhr geöffnet, Gebetsannahme von 8 bis 15 Uhr (15:30 Uhr am Tag des Hundes).
Der Schrein gehört zum Sieben-Glücksgötter-Rundgang von Nihonbashi und verbindet dabei shintōistische Tradition mit Varuna, einer hinduistischen Wassergottheit. Diese ungewöhnliche Verschmelzung zeigt den kulturellen Austausch zwischen Japan und Indien über die Jahrhunderte.
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