Sotobanari, Unbewohnte Insel in den Yaeyama-Inseln, Japan
Sotobanari Island ist eine unbewohnte Insel in der Yaeyama-Inselgruppe vor der Küste von Iriomote. Das Eiland liegt isoliert in der Ostchinesischen See und wird wegen seiner abgelegenen Lage von Siedlungen auf nahegelegenen Inseln aus versorgt.
Das Eiland wurde lange Zeit von japanischen Behörden als bestandteil des Verwaltungsbezirks Taketomi in der Präfektur Okinawa verwaltet. Diese Verwaltungsstruktur prägt die rechtliche Position der Insel bis heute.
Der Name stammt aus japanischen Elementen, die "äußere entfernte Insel" bedeuten und die geografische Lage im Ryukyu-Archipel widerspiegeln. Diese Namengebung zeigt, wie die Inselbewohner ihre Umgebung wahrnahmen und beschrieben.
Die Insel hat keinen Zugang zu Süßwasser und verfügt über keine Infrastruktur für längere Aufenthalte. Besucher, die dort bleiben möchten, benötigen regelmäßige Versorgungslieferungen von benachbarten Siedlungen per Boot.
Von 1989 bis 2018 lebte der Einsiedler Masafumi Nagasaki allein auf der Insel und erhielt seine Versorgung durch wöchentliche Bootsfahrten, die etwa eine Stunde dauerten. Dieser isolierte Aufenthalt über viele Jahrzehnte macht die Insel zu einem bemerkenswerten Beispiel für extreme Abgeschiedenheit im modernen Japan.
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