Bugaksan, Berg und Aussichtspunkt im Norden von Seoul, Südkorea.
Bugaksan ist ein Granitberg von etwa 342 Metern im Norden Seouls, hinter dem Gyeongbokgung-Palast und dem Blauen Haus. Sein Grundgestein ist jurassischer Daebo-Granit, und auf seinen Hängen wachsen 208 Pflanzenarten, darunter 81 Baumarten. Das Tor Sukjeongmun liegt auf seinem Ostgrat, Changuimun am Westfuß; der Samcheong-Park nimmt den Südosthang ein.
Der Berg war Teil des ursprünglichen Befestigungssystems, das beim Bau der Joseon-Hauptstadt im 14. Jahrhundert errichtet wurde, wobei die Stadtmauer seinem Kamm folgte. Nach einem versuchten Angriff auf die Präsidentenresidenz im Jahr 1968 wurde der Bereich für fast 40 Jahre für die Öffentlichkeit gesperrt und erst 2006 wieder zugänglich gemacht.
Die Wanderwege entlang des alten Stadtmauersystems sind mit gut erhaltenen Abschnitten aus der Joseon-Zeit gesäumt, die man beim Gehen aus der Nähe betrachten kann. Der Berg gilt in der koreanischen Geomantie als der nördliche Schutzberg Seouls, was erklärt, warum er direkt hinter dem Hauptpalast der Stadt liegt.
Der Zugang zu den Wegen ist an eine Identitätskontrolle gebunden, Besucher müssen daher einen Ausweis mitführen; an Montagen und am Tag nach Feiertagen ist der Aufstieg gesperrt. Der Zugang ist auf die Tagesstunden beschränkt, und je nach Wetter- oder Sicherheitslage können einzelne Abschnitte geschlossen werden.
Der Cheonggyecheon-Bach, der mitten durch die Innenstadt Seouls fließt und von vielen als städtisches Gewässer wahrgenommen wird, hat seinen Ursprung tatsächlich an den Hängen dieses Berges. Die Bugak Skyway, eine Fahrstraße entlang des nordöstlichen Kamms, bietet seit 1968 eine ganz andere Perspektive auf den Gipfel, als sie zu Fuß möglich wäre.
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