Pohang Naengsu-ri Silla Stele, Steinmonument in Pohang, Südkorea.
Die Pohang Naengsu-ri Stele ist ein Steinmonument in der Provinz Nordgyeongsang mit eingemeißelten Inschriften aus dem 6. Jahrhundert. Das Denkmal dokumentiert die Verwaltungsstrukturen und sozialen Hierarchien des Silla-Reiches durch die Details, die in der Oberfläche des Steins bewahrt sind.
Die Stele wurde 503 n. Chr., im vierten Jahr König Jijeungs von Silla, beschriftet und 1989 in Naengsu-ri bei Pohang entdeckt. Ihre 231 Schriftzeichen schildern einen Eigentumsstreit um Jolgeo-ri im Dorf Jinimachon, den sieben Vertreter der sechs Silla-Klans schlichteten. Der Text erwähnt zudem ein Opfer eines Rindes, das nach der Vermittlung dem Himmel dargebracht wurde. Am 15. März 1991 wurde sie zum Nationalschatz Nr. 264 erklärt.
Die Inschriften zeigen, wie die Verwaltung des Silla-Reiches funktionierte und welche Begriffe damals für Beamte und Ämter verwendet wurden. Man kann heute noch sehen, wie direkt und einfach diese alten Schriftzeichen gemeißelt wurden, was einen unmittelbaren Eindruck von frühen koreanischen Schreibtraditionen vermittelt.
Das Denkmal liegt in der Nähe von Pohang und kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden, wenn man sich vorher informiert. Bequeme Schuhe sind empfehlenswert, da das Gelände uneben sein kann und der Platz sich unter freiem Himmel befindet.
Das Denkmal zählt zu den wenigen Überresten, die direkt zeigen, welche administrativen Titel und Amtsbezeichnungen im frühen Silla-Reich verwendet wurden. Dies macht es zu einer wertvollen Quelle für das Verständnis der Beamtenstruktur einer der wichtigsten Dynastien in der frühen koreanischen Geschichte.
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