Litauen, Baltisches Land in Nordeuropa
Litauen ist ein baltisches Land im Norden Europas zwischen Lettland, Belarus, Polen und der Ostsee gelegen. Das Gebiet umfasst weite Wälder, die etwa ein Drittel der Fläche einnehmen, sowie mehrere tausend Seen.
Das Großfürstentum entstand 1253 unter König Mindaugas und dehnte sich im 14. Jahrhundert bis zum Schwarzen Meer aus. Die Unabhängigkeit wurde 1990 erklärt und erhielt 1991 internationale Anerkennung nach sowjetischer Besatzung.
Die baltische Sprache hat ihre ursprüngliche Grammatik über Jahrhunderte bewahrt und gilt als konservativste lebende indogermanische Sprache. Sutartinės, mehrstimmige Volksgesänge, prägen die Musiktradition und stehen seit 2010 auf der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes.
Das Land betreibt vier internationale Flughäfen, wobei der Hauptterminal in Vilnius zahlreiche europäische Ziele anbindet. Als Schengen-Mitglied seit 2007 entfallen Grenzkontrollen innerhalb der Zone, und seit 2015 gilt der Euro als offizielle Währung.
Das geografische Zentrum Europas liegt in der Nähe des Dorfes Purnuškės, wie 1989 vom französischen Nationalinstitut für Geografie berechnet wurde. Die Kurische Nehrung ist eine schmale Halbinsel mit wandernden Sanddünen, die bis zu 60 Meter Höhe erreichen.
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