Atlas, Gebirgskette in Nordafrika.
Das Gebirge erstreckt sich über weite Teile Marokkos, Algeriens und Tunesiens und trennt die Küstengebiete am Mittelmeer von den Wüstenebenen weiter südlich. Die Ketten verlaufen meist in Südwest-Nordost-Richtung und gliedern sich in mehrere Abschnitte mit unterschiedlichem Klima und Pflanzenbewuchs.
Die Gebirgsketten entstanden in mehreren Phasen, wobei tektonische Bewegungen vor etwa 66 Millionen Jahren die markantesten Formen schufen. Später begünstigte Erosion die Ausbildung tiefer Täler und steiler Grate, die heute das Landschaftsbild prägen.
In vielen Tälern sprechen die Bewohner Tamazight und pflegen Bräuche, die sich über Jahrhunderte entwickelt haben, während sie Terrassen bewirtschaften und Nussbäume kultivieren. Die Dörfer aus gestampftem Lehm fügen sich in die rötlichen Berghänge ein und folgen einem Baustil, der Material aus der unmittelbaren Umgebung nutzt.
Die meisten Routen eignen sich für Wanderungen im Frühherbst, wenn die Temperaturen moderat bleiben und viele Bäche noch Wasser führen. Abseits der Hauptpfade können Wegmarkierungen dünn gesät sein, daher empfiehlt sich oft ein ortskundiger Führer.
Einige Gipfel im westlichen Teil tragen im Winter Schnee, obwohl sie nur wenige hundert Kilometer von der Sahara entfernt liegen. Diese Kombination ermöglicht es Besuchern, an einem Tag sowohl alpine Kämme als auch wüstennahe Täler zu erleben.
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