Bab el-Menzeh, Gate in Morocco
Bab el-Marsa ist ein befestigtes Tor zwischen der Medina und dem Hafen von Essaouira, vollständig aus behauener Stein erbaut mit einem dreieckigen Giebel. Das Bauwerk wird durch zwei kanelierte Säulen und Kapitelle strukturiert, die eine klare geometrische Form schaffen.
Das Tor wurde zwischen 1769 und 1770 unter Leitung des Architekten Ahmed El Inglizi nach Befehl des Sultans Mohammed Ben Abdellah errichtet. Diese Bauzeit fiel zusammen mit einer wichtigen Phase der städtischen Entwicklung unter der europäischen Einflussnahme auf Marokkos Küstenstädte.
Das Tor verbindet zwei architektonische Traditionen: Die florierten Säulen zeigen europäische Einflüsse, während die Steinmetzarbeit und das Gesamtdesign marokkanische Handwerkstechniken bewahren. Besucher sehen heute, wie dieser Ort die Vermischung zweier Kulturen in einer einzelnen Struktur verkörpert.
Das Tor verbindet den Kasbah-Bezirk mit dem Hafengebiet und bleibt täglich von früh morgens bis spät abends für Besucher und Einwohner offen. Es ist leicht zu Fuß erreichbar und bietet eine natürliche Grenze zum Erkunden beider Bereiche.
Eine Inschrift im Zentrum des Giebels vermerkt das Baujahr und Sulttans ursprünglichen Auftrag an den Architekten. Diese eingemeißelte Information bewahrt bis heute das Andenken an den genauen Zeitpunkt und die Autorität hinter dieser Konstruktion.
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