Essaouira, Befestigte Küstenmedina im Südatlantik Marokkos.
Essaouira ist eine ummauerte Küstenstadt an der marokkanischen Atlantikküste, wo Verteidigungstürme aus Stein eine weitläufige Medina mit gewundenen Gassen und einem Arbeitshafen umgeben. Die weißgetünchten Häuser stehen in dichten Reihen entlang gepflasterter Wege, während sich Werkstätten und Läden zwischen den Wohngebäuden verteilen.
Ein marokkanischer Sultan beauftragte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts französische Ingenieure, einen befestigten Handelsposten am Atlantik zu entwerfen. Die Anlage folgte europäischen Festungsprinzipien mit Bastionen und geraden Durchgangsstraßen, um den Seehandel zu kontrollieren.
Die hiesige Schiffbaulehre zeugt davon, dass Bootsbauer noch mit traditionellen Methoden arbeiten, um diese kleinen Holzschiffe herzustellen. Die Möbelhandwerker zeigen oft ihre Technik offen in den Souks, wobei der warme Geruch von gehobeltem Zedernholz durch die Gassen zieht.
Die beste Zeit für einen Besuch sind die Vormittagsstunden, wenn Fischer am Hafen ihre Netze reparieren und der Lärm der Möwen die Luft erfüllt. Der konstante Seewind sorgt das ganze Jahr über für milde Temperaturen, kann aber manchmal recht kräftig wehen.
Orson Welles drehte hier in den 1950er Jahren Teile seiner Shakespeare-Verfilmung, und seitdem ziert eine kleine Gedenktafel eine Seitengasse nahe der Skala. Die Filmkulissen sind längst verschwunden, doch manche ältere Einwohner erinnern sich noch an die Dreharbeiten.
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