Fes el Bali, Mittelalterliche Medina in Fes, Marokko
Fes el Bali ist ein altes ummaurtes Stadtzentrum mit Tausenden von verwinkelten Gassen, die Wohnhäuser, Märkte, Handwerkstätten und Moscheen miteinander verbinden. Der gesamte Komplex ist dicht bebaut und besticht durch seine traditionelle nordafrikanische Architektur mit Innenhöfen und verengten Durchgängen.
Das Viertel wurde 789 gegründet und entwickelte sich schnell zu einem Zentrum der Wissenschaft, besonders nach der Eröffnung der Al-Qarawiyyin-Universität im 9. Jahrhundert. Es wurde zum Herzschlag der Stadt und zog Gelehrte, Handwerker und Händler aus der ganzen Region an.
Der Stadtteil ist heute noch ein lebendiger Ort, wo Handwerker in offenen Werkstätten arbeiten und ihre Fertigkeiten an Kinder weitergeben. Man sieht überall Gerber, Weber und Metallarbeiter, die ihre Handwerke so ausüben, wie es ihre Vorfahren taten.
Die Straßen sind eng und ohne Markierungen, daher ist es sinnvoll, einen Einheimischen zur Führung zu engagieren oder eine Gruppe zu folgen, wenn du schnell vorankommen möchtest. Das Eintauchen in die Gassen ist auch ohne Plan möglich, aber es braucht Geduld und Zeit zum Erkunden.
Die Chouara-Gerberei nutzt noch immer mittelalterliche Methoden mit natürlichen Farbstoffen, die in Stein- und Leimkübeln lagern, und die bunten Färbebäder prägen das Stadtbild von oben. Dies ist einer der wenigen Orte, an dem solch alte handwerkliche Prozesse unverändert fortbestehen.
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