Mili, Korallenatoll in der Ratak-Kette, Marshallinseln
Mili ist ein Atoll in der Ratak-Kette und besteht aus etwa 92 Inseln, die eine große Lagune mit Korallenformationen umgeben. Das warme Wasser und die Rifffischerei prägen die Struktur dieser Inselgruppe.
Ein britisches Handelsschiff entdeckte das Atoll 1803, worauf Deutschland es 1885 kolonisierte und später Japan es während der Weltkriege besetzte. Diese Abfolge von Besatzungen hinterließ ihre Spuren in der Geschichte des Ortes.
Die Einwohner leben in sechs Dörfern verteilt über die Lagune und praktizieren noch heute traditionelle Fischerei mit Booten und Netzen. Diese Lebensweise prägt das tägliche Bild der Gemeinden am Wasser.
Das Atoll verfügt über zwei kleine Flugplätze, die von Flugzeugen angeflogen werden, welche die Inseln mit dem Rest des Landes verbinden. Die Ankunftszeiten sind begrenzt und folgen einem wöchentlichen Muster.
Auf dem Atoll finden sich noch heute Überreste aus dem Zweiten Weltkrieg wie Bunker, Geschütze und Flugzeugwracks, die von der japanischen Besatzung stammen. Diese Relikte erzählen von einer turbulenten Phase in der lokalen Geschichte.
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