Lanzón, Religiöse Steinskulptur in Chavin de Huantar, Peru
Der Lanzón ist eine Granitskulptur von etwa fünf Metern Höhe im unterirdischen Tempelbau von Chavín de Huantar, Peru. Die in Stein gehauene Figur zeigt ein Wesen mit großen Augen, breiter Nase und hervorstehenden Zähnen, umgeben von geometrischen Linien und gewundenen Mustern.
Steinmetze schufen das Monument um das Jahr 500 vor unserer Zeitrechnung als zentrale Figur für religiöse Aktivitäten in der Region. Die Bedeutung des Tempels wuchs über mehrere Jahrhunderte, während Gemeinschaften aus dem gesamten Hochland zur Stätte pilgerten.
Der Name kommt vom spanischen Wort für große Lanze und beschreibt die schmale vertikale Form des Monuments, die sich zwischen den engen Galerienwänden erstreckt. Besucher sehen heute überall auf der Oberfläche Schlangenhaare und Eckzähne, die das Wesen zum Mittelpunkt alter Zeremonien machten.
Das Monument steht in einem dunklen unterirdischen Gang unter dem älteren Tempelteil, und Besucher brauchen eine Taschenlampe oder müssen auf Führungen mit künstlicher Beleuchtung warten. Die Kammer ist niedrig und schmal, daher sollte man auf rutschige Böden und enge Durchgänge vorbereitet sein.
Kleine Öffnungen im Tempeldach ließen Licht auf die Spitze des Monuments fallen und erzeugten während bestimmter Tageszeiten dramatische Schatten in der Kammer. Luftkanäle in den Wänden trugen Geräusche von außen in den Raum, so dass Priester von entfernten Punkten aus sprechen konnten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.