Kazimierz, Historisches jüdisches Viertel in Krakau, Polen.
Kazimierz ist ein Stadtteil im Süden der Krakauer Altstadt, der sich von der Dietla-Straße bis zur Weichsel erstreckt und durch niedrige Häuser mit Innenhöfen geprägt ist. Die Gassen verlaufen unregelmäßig zwischen kleinen Plätzen, an denen sich Handwerksbetriebe und Restaurants befinden.
Der König gründete 1335 eine eigenständige Stadt an diesem Ort, die vom mittelalterlichen Krakau getrennt blieb und mit eigenen Mauern befestigt wurde. Im 19. Jahrhundert wurde die Siedlung in die wachsende Metropole eingegliedert und verlor ihre rechtliche Selbständigkeit.
Der Name stammt von König Kasimir dem Großen, der hier eine eigenständige Siedlung gründete, die über Jahrhunderte ihre besondere Identität bewahrte. Heute zeigt sich dieser Charakter in den erhaltenen Synagogen und den kleinen Cafés, die in alten Gewölben untergebracht sind.
Ein Rundgang beginnt am besten am Plac Nowy, wo man lokale Spezialitäten probieren kann, und führt dann durch die Józefa-Straße mit ihren kleinen Geschäften. Die kopfsteingepflasterten Gassen eignen sich gut zum Spazieren, bequeme Schuhe sind jedoch empfehlenswert.
Jedes Jahr im Juni verwandelt ein mehrtägiges Festival die Straßen in Bühnen, auf denen Klezmer-Ensembles und Tanzgruppen auftreten. Besucher können an Workshops teilnehmen und in Hinterhöfen kleine Konzerte erleben, die bis in die Nacht dauern.
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