Bunker 1, Gaskammer im Konzentrationslager Auschwitz II-Birkenau, Polen
Bunker 1 war ein Ziegelgebäude mit zwei versiegelten Räumen, die als Tötungsanlage dienten, wobei giftiges Gas durch Öffnungen in der Decke eindrang. Das Gebäude war klein und stand östlich des Lagerkomplexes, entfernt von den Hauptbereichen, in denen Gefangene lebten.
Das Gebäude entstand Anfang 1942 als Tötungsanlage und blieb aktiv, bis ab 1943 größere Gaskammern in Betrieb gingen. Bevor es 1943 zerstört wurde, markierte es einen wichtigen Wendepunkt in der Funktionsweise des Lagers.
Dieses Gebäude wird oft als das Rote Häuschen bezeichnet und zeigt eine erschreckende Veränderung in der Art der Hinrichtungen. Die Struktur steht für den Übergang zu organisierten Tötungen in großem Maßstab.
Das ursprüngliche Gebäude existiert nicht mehr, da die Nazis es 1943 zerstörten und die Gruben mit Erde auffüllten. Am Ort selbst können Besucher heute nur das Gedenkgelände sehen, wobei Führungen und Ausstellungen Informationen über die Stätte bereitstellen.
Gefangene wurden unter falschen Vorwänden in das Gebäude geführt, ihnen wurde gesagt, dass sie sich desinfizieren würden. Danach entfernten spezielle Arbeitskommandos die Leichen und verbrannten sie in den benachbarten Gruben.
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