Lomonossow, Küstenstadt im Bezirk Petrodvortsovy, Russland.
Lomonossow ist eine Küstenstadt im Rajon Petrodworez im Nordwesten Russlands, etwa 40 Kilometer westlich von Sankt Petersburg an der Südküste des Finnischen Meerbusens gelegen. Die Stadt erstreckt sich entlang der Uferpromenade und besteht aus Wohnvierteln, Parks und dem ausgedehnten Palastkomplex Oranienbaum, der das Zentrum des Ortes bildet.
Alexander Menschikow, ein enger Vertrauter von Zar Peter dem Großen, ließ hier ab 1710 eine Sommerresidenz gegenüber der Seefestung Kronstadt erbauen. Die Ansiedlung erhielt 1948 ihren heutigen Namen zu Ehren des Universalgelehrten, der zuvor in der Umgebung gearbeitet hatte.
Der Name Lomonossow ehrt den russischen Wissenschaftler Michail Lomonossow, der hier im 18. Jahrhundert eine Glasfabrik gründete und betrieb. Die Stadt dient heute als ruhiger Wohnort für Pendler und beherbergt mehrere Schulen sowie einen kleinen Hafen an der Bucht.
Elektrozüge fahren regelmäßig vom Baltischen Bahnhof in Sankt Petersburg zum Bahnhof Oranienbaum und brauchen dafür etwa eine Stunde. Besucher können durch die Straßen nahe dem Palastpark spazieren und haben freien Zugang zum Küstenstreifen entlang der Bucht.
Die Palastanlage Oranienbaum blieb während des Zweiten Weltkriegs von deutschen Truppen unbesetzt und ist damit die einzige kaiserliche Residenz nahe Sankt Petersburg ohne Kriegsschäden. Besucher sehen daher originale Innenausstattungen und Fassaden aus dem 18. Jahrhundert, die anderswo nicht erhalten sind.
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