Bilibino, Verwaltungszentrum im Autonomen Kreis der Tschuktschen, Russland
Bilibino ist eine Bergbausiedlung im östlichsten Teil der Tschukotka, wo sich die Flüsse Karalveyem und Bolschoi Keperveyem treffen. Die Stadt liegt auf 274 Metern Höhe, umgeben von baumloser Tundra und niedrigen Hügeln, die im Sommer grün werden und im Winter vollständig zufrieren.
Die Entdeckung von Goldadern in den frühen 1950er-Jahren brachte Bergarbeiter und Ingenieure in diese abgelegene Gegend, und eine kleine Siedlung entstand um die Minen herum. Erst 1993 erhielt der Ort offiziell den Status einer Stadt, nachdem sich die Wirtschaft auf das nahe Kernkraftwerk verlagert hatte.
Der Name ehrt den Geologen Juri Bilibin, der in den frühen 1930er-Jahren Goldvorkommen in dieser Region kartierte. Heute leben hier Menschen russischer, ukrainischer, tschuktschischer und ewenischer Herkunft zusammen, die sich an das Leben in der Arktis angepasst haben.
Der örtliche Flughafen Keperveyem bietet Verbindungen zu größeren Städten, während der Straßenverkehr hauptsächlich im Sommer funktioniert, wenn die Wege auftauen. Die meisten Vorräte und Güter kommen während der kurzen warmen Monate an, und Besucher sollten sich auf kaltes, windiges Wetter und lange Nächte im Winter einstellen.
Das örtliche Kernkraftwerk versorgt seit Jahrzehnten die gesamte Region mit Strom und ist dabei die nördlichste Anlage dieser Art auf der Erde. Die Betreiber arbeiten inzwischen an Plänen, die alten Reaktoren durch kleinere Modulanlagen zu ersetzen, die besser an die extremen Bedingungen angepasst sind.
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