Lena, Arktisches Flusssystem in Ostsibirien, Russland
Die Lena ist ein Fluss in Ostsibirien, Russland, der vom Baikal-Gebirge bis zur Laptewsee verläuft und dabei eine Länge von 4472 km erreicht. Das Einzugsgebiet erstreckt sich über weite Teile der Republik Sacha und der Oblast Irkutsk, wobei der Fluss durch Tundra und Taigawälder fließt.
Im 17. Jahrhundert bereisten russische Entdecker wie Demid Pjanda und Wassili Bugor den Fluss und errichteten Siedlungen entlang seiner Ufer. Diese frühen Expeditionen schufen Handelsverbindungen, die Sibirien mit dem übrigen Russland verknüpften.
Der Name des Flusses stammt aus der Sprache der indigenen Even und Evenken, in der Elyu-Ene ein großes Gewässer bezeichnet, das durch ihre angestammten Gebiete fließt. Heute nutzen kleine Gemeinden entlang der Ufer den Fluss als Lebensader für Fischerei und Versorgung während der kurzen Sommermonate.
Der Fluss ist von Ust-Kut bis zur Mündung für größere Schiffe befahrbar und dient als wichtige Transportroute für Holz und Mineralien. Reisende sollten bedenken, dass das Wasser nur während der Sommermonate eisfrei ist und die Navigation im Winter unmöglich wird.
Das Delta erstreckt sich über rund 30000 Quadratkilometer und bildet ein verzweigtes Netz aus Kanälen, das im gefrorenen Boden wurzelt. Dieses Gebiet beherbergt zahlreiche arktische Tierarten, die in den geschützten Wasserarmen Nahrung und Zuflucht finden.
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