Mir, Diamantenmine in Mirny, Russland.
Der kreisförmige Tagebau erreicht eine Tiefe von 525 Metern bei einem Durchmesser von 1200 Metern und zählt damit zu den größten offenen Gruben der Welt. Die terrassenförmigen Wände des Kraters steigen spiralförmig vom Boden bis zur Oberfläche auf.
Geologen entdeckten 1955 diamantenhaltige Kimberlitrohre in diesem Teil Sibiriens. Die kommerzielle Förderung begann 1957 und setzte sich als Tagebau bis 2001 fort, bevor der Betrieb vollständig auf unterirdischen Abbau umgestellt wurde, um tiefere Erzlagerstätten zu erreichen.
Die Mine machte Mirny zu einem bedeutenden Wirtschaftszentrum in der ostsibirischen Teilrepublik Sacha und legte die Grundlagen für eine industrielle Infrastruktur, die mehrere Generationen von Arbeiterfamilien in diese abgelegene Region brachte und dort ansiedelte.
Die Alrosa-Gesellschaft führt weiterhin unterirdische Abbauarbeiten durch ein weitläufiges Tunnelsystem durch. Die Anlage ist nicht für Besucher zugänglich, kann aber vom Stadtrand von Mirny aus gut sichtbar überblickt werden, wo Aussichtspunkte den Blick auf die Grube ermöglichen.
Die massive Aushöhlung erzeugt starke Abwinde, die eine Flugverbotszone direkt über dem Krater erforderlich machten. Hubschrauber melden gelegentlich ungewöhnliche Turbulenzen selbst beim Überfliegen in sicherer seitlicher Entfernung vom Rand der Grube.
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