Cemetery 117, Archäologische Begräbnisstätte im nördlichen Sudan.
Cemetery 117 ist eine archäologische Begräbnisstätte am Ostufer des Nils im Norden des Sudan, die Überreste von 61 Personen sowie zahlreiche Steinwerkzeuge und Geschossspitzen enthält. Die Fundstelle liegt heute unter dem Nassersee und ist durch die Flutung während des Baus des Assuan-Staudamms nicht mehr zugänglich.
Das Gräberfeld entstand vor etwa 13.000 Jahren während der späten Altsteinzeit und wurde 1964 während des UNESCO-Rettungsprojekts vor der Flutung durch den Assuan-Hochdamm entdeckt. Die Fundstelle versank kurz danach unter den Wassern des neu geschaffenen Nassersees.
Die Grabstätte bewahrt Spuren wiederholter Auseinandersetzungen zwischen Gruppen, die am Nil um Wasser und Jagdreviere konkurrierten. Diese Konflikte zeigen, wie eng benachbart verschiedene Gemeinschaften in der späten Altsteinzeit lebten und ihre Gebiete gegen Eindringlinge verteidigten.
Die Skelettsammlung befindet sich heute im British Museum in London, wo Forscher die Knochen untersuchen können. Wissenschaftler analysieren die Verletzungsmuster, um mehr über Gewalt und soziale Strukturen in dieser frühen Epoche zu verstehen.
Neue Untersuchungen fanden über 100 bisher übersehene Verletzungen an den Knochen, was auf mehrere gewaltsame Begegnungen über längere Zeit hindeutet. Die Skelette zeigen auch verheilte Wunden, was bedeutet, dass einige Menschen mehrere Kämpfe überlebten.
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