Kobanê, Grenzstadt im Bezirk Ayn al-Arab, Syrien
Aïn al-Arab ist eine Grenzstadt im gleichnamigen Distrikt in Syrien, die an der Grenze zur Türkei liegt. Die Siedlung erstreckt sich auf einer Höhe von 520 Metern und bildet einen wichtigen Übergang zwischen beiden Ländern.
Die Ortschaft entstand 1915 in der Nähe einer Bahnstation der Bagdadbahn, wo sich armenische Flüchtlinge nach ihrer Vertreibung während des Ersten Weltkriegs niederließen. In den Jahren 2014 und 2015 wurde die Stadt durch militärische Auseinandersetzungen stark beschädigt.
Die lokalen Schulen bieten heute Unterricht in kurdischer Sprache an, was einen deutlichen Wandel gegenüber früheren Jahrzehnten darstellt. Diese Bildungsprogramme spiegeln die kulturellen Freiheiten wider, die sich nach dem syrischen Bürgerkrieg in der Region entwickelt haben.
Die Stadt befindet sich derzeit im Wiederaufbau, wobei grundlegende Infrastruktur und Wohngebiete nach den schweren Zerstörungen wiederhergestellt werden. Besucher sollten sich vor einer Reise über die aktuelle Lage in der Region informieren.
Der Name der Stadt geht auf das deutsche Unternehmen zurück, das die Bahnstation der Bagdadbahn zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtete. Diese Verbindung zur deutschen Eisenbahngeschichte bleibt bis heute im Ortsnamen erkennbar.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.