Tabqa-Talsperre, Wasserkraftwerk am Euphrat, Raqqa, Syrien
Der Tabqa-Damm erstreckt sich über 4,5 Kilometer über den Euphrat und ist 60 Meter hoch, wodurch der Stausee Assad entstand, das größte Wasserreservoir Syriens. Das Bauwerk besitzt acht Kaplan-Turbinen zur Stromerzeugung und unterstützt Bewässerungssysteme, die Landwirtschaftsflächen entlang des Flusses versorgen.
Sowjetische Ingenieure leiteten den Bau zwischen 1968 und 1973 und markierten damit eine bedeutende Entwicklung in Syriens Infrastruktur nach der Unabhängigkeit. Das Projekt war eine der größten Wasserbaukonstruktionen in der Region.
Der Staudamm entstand nach umfangreichen archäologischen Ausgrabungen, bei denen Fachleute über 25 antike Siedlungen dokumentierten, bevor diese unter Wasser verschwanden. Diese Ausgrabungen ermöglichten es, wichtige Zeugnisse menschlicher Besiedlung entlang des Euphrat zu retten.
Der Damm liegt leicht erreichbar in der Region Raqqa und bietet Aussichtspunkte, von denen aus man die gesamte Struktur überblicken kann. Der beste Zeitpunkt für einen Besuch ist außerhalb der extremen Hitzeperioden im Sommer.
Das Bauwerk erlitt während des Syrischen Bürgerkriegs 2017 Beschädigungen durch Kampfhandlungen, was das Risiko einer verheerenden Flutwelle stromabwärts mit sich brachte. Militärische Einheiten führten kritische Reparaturen durch, um einen Dammbruch zu verhindern.
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