Tell Schech Hamad, Archäologische Stätte in Deir ez-Zor, Syrien.
Dūr-Katlimmu liegt auf einem Tell am Ostufer des Flusses Khabur und enthält Überreste von Steinbauten, Festungsmauern und großen Strukturen aus verschiedenen Zeiträumen. Das Gelände zeigt Reste von Wohnhäusern, Lagern und Verwaltungsgebäuden, die die Struktur einer antiken Stadt erkennbar machen.
Das Siedlungsgebiet entwickelte sich zunächst unter der Herrschaft des Mitanni-Reiches und wurde später während des 13. Jahrhunderts v. Chr. zur assyrischen Provinzhauptstadt unter König Shalmaneser I. Die Stadt spielte eine wichtige Rolle im assyrischen Reichssystem und wurde über Jahrhunderte hinweg neu aufgebaut und erweitert.
Die Ausgrabungsstätte hat Tausende von Schriftstücken in Keilschrift und Aramäisch freigelegt, die Einblick in die Verwaltung und das tägliche Leben während der assyrischen Zeit geben. Diese Texte zeigen, wie die Stadt als wichtiges Verwaltungszentrum funktionierte und welche Beziehungen zu anderen Siedlungen bestanden.
Der Ort liegt in einer abgelegenen Region Nordsyriens und ist am besten während stabiler Bedingungen zugänglich. Besucher sollten sich im Voraus über die lokale Sicherheitslage informieren und möglicherweise lokale Führer engagieren, um die zerstreuten Ruinen richtig zu erkunden und mehr über die Ausgrabungen zu erfahren.
Eines der größten entdeckten Verwaltungsgebäude aus dieser Zeit war über 3.700 Quadratmeter groß und besaß an die 50 Räume verteilt über mehrere Ebenen. Diese massive Struktur gibt einen seltenen Einblick in den Verwaltungsaufbau und die Raumnutzung in antiken assyrischen Zentren.
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