Manbidsch, Archäologische Stätte und Stadt in Nordsyrien.
Manbij ist eine archäologische Stätte und eine bewohnte Stadt im nördlichen Syrien, etwa 30 Kilometer westlich des Euphrat im Gouvernement Aleppo. Die Siedlung erstreckt sich über ein hügeliges Gelände mit niedrigen Lehmhäusern, engen Gassen und Resten antiker Mauern, die sich über mehrere Wohnviertel verteilen.
Die Siedlung entstand in der Antike als Handelsstützpunkt zwischen Mesopotamien und der Mittelmeerküste und wurde später von Assyrern, Makedoniern und Seleukiden kontrolliert. Ein Heiligtum der Göttin Atargatis, das im 9. Jahrhundert v. Chr. erbaut wurde, lockte Pilger aus der gesamten Region an, bis das Christentum und später der Islam die religiöse Landschaft veränderten.
Zwei große Moscheen in der Altstadt haben Namen, die mit Gelehrten des islamischen Mittelalters verbunden sind und täglich von Gläubigen besucht werden. In den Seitenstraßen überwiegen Geschäfte, in denen lokale Erzeugnisse, Trockenfrüchte und Gewürze verkauft werden, während viele Bewohner traditionelle Gesten der Gastfreundschaft pflegen.
Die Anreise erfolgt über staubige Landstraßen, die von Aleppo nach Norden führen, wobei Sicherheitskontrollen an mehreren Kontrollpunkten üblich sind. Besucher sollten lokale Führer engagieren, um archäologische Überreste außerhalb des Stadtzentrums zu erreichen und aktuelle Bedingungen vor Ort zu erfragen.
Unter den Ruinen im östlichen Viertel liegen Fundamente eines römischen Theaters, das einst mehr als 3.000 Zuschauer fassen konnte und heute größtenteils unter Erdschichten verborgen ist. Einige Säulenstümpfe ragen noch zwischen neueren Häusern hervor und markieren die einstige Ausdehnung des Bühnenbereichs.
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