Bab al-Ahmar, Mittelalterliches Stadttor im östlichen Aleppo, Syrien
Bab al-Ahmar ist ein mittelalterliches Stadttor an der Ostseite von Aleppo mit Steinmauern und architektonischen Elementen, die typisch für islamische Befestigungen aus dem 13. Jahrhundert sind. Das Tor bildet einen markanten Übergang zwischen der Altstadt und dem umliegenden Gebiet und zeigt die robuste Bauweise, die zur Kontrolle des Stadtverkehrs erforderlich war.
Das Tor wurde während der Ayyubiden-Periode unter dem Herrscher al-Aziz Muhammad erbaut und später während der Mamluk-Zeit im 16. Jahrhundert unter dem Sultan Al-Ashraf Qansuh verändert. Diese Umbauten spiegeln den Wechsel der Machtverhältnisse und die sich ändernden Verteidigungsanforderungen der Stadt wider.
Die Gegend um das Tor war für ihre Handwerksviertel bekannt, besonders für Schmiedewerkstätten, in denen Handwerker ihre Techniken über Generationen weitergaben. Besucher können noch heute sehen, wie diese Handwerkstradition die Struktur des Stadtviertels geprägt hat.
Der Ort liegt auf der Ostseite der Altstadt und kann zu Fuß leicht erreicht werden, wenn man die Hauptwege in dieser Richtung folgt. Es ist ratsam, die Gegend am frühen Morgen oder späten Nachmittag zu besuchen, um der Hitze und dem Gedränge auszuweichen.
Die Steine aus dem ursprünglichen Tor wurden in den 1830er Jahren zum Bau der Ibrahim-Pascha-Militärkaserne wiederverwendet, die später zum Museum der Aleppo-Zitadelle wurde. Diese Umgestaltung zeigt, wie die alte Struktur in neue Gebäude integriert wurde und ihre physische Form in der Stadt fortbesteht.
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