Taurusgebirge, Gebirgskette im Süden der Türkei
Die Taurus-Berge sind eine Gebirgskette im Süden der Türkei, die sich über mehr als 560 Kilometer entlang der Mittelmeerküste erstreckt und Gipfel bis zu 3.756 Meter Höhe erreicht. Das Gelände besteht aus Kalkstein und bildet tiefe Täler, schroffe Hänge und zerklüftete Kämme, die das Landesinnere vom Küstenstreifen trennen.
In der Bronzezeit wurden in den Bergen Zinn und andere Metalle abgebaut, die für Handelsrouten zwischen Anatolien und dem östlichen Mittelmeer wichtig waren. Der Pass der Kilikischen Pforten diente über Jahrtausende als strategischer Durchgang und wurde von persischen, griechischen und römischen Armeen genutzt.
Der Name Taurus leitet sich vom Wort Tura ab, das in mehreren antiken Sprachen Berg bedeutet und in griechischen sowie römischen Quellen überliefert ist. Heute durchqueren Wanderer und Hirten die alten Wege, die einst Pilger zu den Tempeln der Gewittergottheiten führten.
Fünf größere Pässe führen durch das Gebirge und verbinden das Inland mit der Küste, wobei die Kilikischen Pforten die meistgenutzte Route für Eisenbahn und Straßenverkehr darstellen. Wanderungen erfordern geeignetes Schuhwerk und ausreichend Wasser, da viele Abschnitte steil und felsig sind.
Das Kalkgestein hat ausgedehnte Karstgebiete geschaffen, und im Yedigoller-Tal befinden sich die größten Höhlensysteme Asiens mit kilometerlangen unterirdischen Gängen. Einige Höhlen sind noch nicht vollständig erforscht und enthalten unterirdische Flüsse sowie Kammern mit Tropfsteinbildungen.
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