Mausoleum des Daniel, Archäologische Stätte und Moscheenruine in Tarsus, Türkei
Das Mausoleum von Danyal ist eine archäologische Stätte im Stadtteil Şehitkerim in Tarsus, Türkei, die Überreste aus verschiedenen Epochen vereint, darunter zwei römische Bögen, die unter dem heutigen Bodenniveau sichtbar sind. Ergänzend dazu finden sich Mauerwerk und Fundamente aus byzantinischer und frühislamischer Zeit, die zeigen, wie der Ort über Jahrhunderte hinweg genutzt und verändert wurde.
Der Legende nach entdeckte Kalif Umar unter dem Flussbett einen großen Sarg mit einem Ring, was zur Einrichtung dieser Begräbnisstätte führte. Später wurde an diesem Ort eine Moschee errichtet, die über Jahrhunderte hinweg ein religiöses Zentrum in der Region blieb.
Das Mausoleum gilt als Ruhestätte des Propheten Daniel und zieht Besucher aus dem Judentum, dem Christentum und dem Islam an. Dieser geteilte Bezug macht es zu einem seltenen Ort, an dem unterschiedliche Glaubensrichtungen dasselbe Ziel aufsuchen.
Der Ort befindet sich mitten in einem laufenden Ausgrabungsbereich, daher ist festes Schuhwerk empfehlenswert, da der Boden uneben ist und es mehrere Ebenen zu begehen gibt. Es lohnt sich, sich etwas Zeit zu nehmen, um die verschiedenen Schichten des Mauerwerks in Ruhe zu betrachten.
Bei den Ausgrabungen wurde ein in die Wand gemeißeltes Hektogramm sowie Münzen aus der frühislamischen Zeit gefunden. Diese Funde deuten darauf hin, dass die Stätte auch in der Zeit nach ihrer ersten Errichtung aktiv genutzt und gepflegt wurde.
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