Tarsus, Archäologische Stätte und Bezirkshauptstadt in der Provinz Mersin, Türkei.
Tarsus ist eine antike Siedlung und heutiger Bezirkshauptort in der türkischen Provinz Mersin, der sich etwa 25 Kilometer landeinwärts vom Meer erstreckt. Die Stadt liegt in einer fruchtbaren Ebene zwischen der Küste und dem Taurusgebirge, wo Wohnviertel neben archäologischen Ausgrabungsstätten stehen.
Die Besiedlung reicht mehr als 6000 Jahre zurück und erlebte ihre Blütezeit als Hauptstadt der römischen Provinz Kilikien. Später wurde die Stadt Geburtsort des Apostels Paulus und behielt ihre strategische Bedeutung entlang der Handelsrouten zwischen Anatolien und der Levante.
Der Ort erhielt seinen Namen von der mythischen Figur Tarsos und trug in der Antike den Beinamen "Stadt der Gelehrten" wegen seiner vielen Philosophenschulen. Heute erinnern Reste antiker Straßenpflaster und Säulen an diese Zeit, während Einheimische den modernen Bazar in der Nähe historischer Ruinen besuchen.
Das mediterrane Klima bringt heiße Sommer und milde Winter, wobei das Frühjahr als angenehmste Reisezeit gilt. Besucher sollten bequeme Schuhe tragen, da viele Sehenswürdigkeiten über die Stadt verteilt liegen und zu Fuß erreicht werden können.
Der Fluss Berdan durchquert das Zentrum und versorgt ausgedehnte Obstplantagen und Baumwollfelder in der Umgebung. An seinen Ufern stehen alte Steinbrücken, die noch immer von Einheimischen überquert werden, während Fischer ihre Netze am Flussufer ausbreiten.
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