Tempel der Artemis in Ephesos, Antiker griechischer Tempel in der Türkei
Der Tempel der Artemis in Selçuk war ein riesiges Marmorheiligtum in der antiken Stadt Ephesos, von dem heute nur zerstreute Steinfragmente und Fundamentreste übrig sind. Eine einzelne rekonstruierte Säule ragt aus dem Boden auf und zeigt, wo einst Reihen hoher Säulen einen großen offenen Raum für religiöse Versammlungen und öffentliche Veranstaltungen umschlossen.
Der Bau des Heiligtums begann um das 8. Jahrhundert v. Chr., und im Laufe der Zeit wurde es durch Überschwemmungen und Brände zerstört. Ein Mann namens Herostratos zündete es 356 v. Chr. an, um berüchtigt zu werden, und Eindringlinge aus dem Norden verursachten 267 n. Chr. die endgültige Zerstörung.
Die Göttin wurde hier mit Symbolen der Fruchtbarkeit verehrt, anders als in anderen griechischen Städten, wo sie mit der Jagd verbunden war. Pilger kamen zu Opfergaben und Zeremonien, um die Schutzgöttin um ihren Segen für die Gemeinde und die Felder zu bitten.
Die Ruinen liegen auf offenem Gelände mit wenig Schatten. Es ist besser, den Ort in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag zu besuchen, um die Hitze der Mittagssonne zu vermeiden.
Im 19. Jahrhundert gruben Archäologen Schichten aus Schlamm und Trümmern aus, die durch Überschwemmungen entstanden waren und das Heiligtum über lange Zeit begraben hatten. Sie fanden darunter frühe Münzen und geschnitzte Reliefs, die zeigen, dass das Gebäude unter Metern Schmutz verborgen lag, bevor es wieder freigelegt wurde.
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