Kalenderhane-Moschee, Byzantinische Moschee in Fatih, Türkei
Die Kalenderhane-Moschee ist ein ehemaliges Kirchengebäude mit einem Zentralschiff, einer Kuppel und seitlichen Räumen, die durch Backsteingewölbe verbunden sind. Der Fußboden ist mit farbigen Marmorplatten ausgelegt, die den Innenraum prägen.
Das Gebäude wurde im 6. Jahrhundert als Thermalbad errichtet und diente später als Kirche, bevor es nach dem Fall von Konstantinopel in eine Moschee umgewandelt wurde. Diese Umwandlung widerspiegelt die politischen und religiösen Veränderungen, die die Stadt durchlief.
Die Südwestkapelle zeigt bemerkenswerte Fresken mit dem heiligen Franziskus von Assisi und zehn umgebenden Szenen aus der Zeit der lateinischen Besetzung. Diese Wandmalereien geben Einblick in die religiöse Kunstpraxis während einer besonderen Epoche der Stadt.
Das Gebäude steht in der Nähe des östlichen Endes des Valens-Aquädukts und ist über den Stadtteil Vezneciler leicht zu erreichen. Der Ort liegt zentral und erfordert keine besondere Planung für einen Besuch.
Das Gebäude bewahrt das einzige religiöse Mosaikbild aus der Zeit vor der Bilderstürmerei, das die Jungfrau Maria, Jesus und den Priester Simeon zeigt. Dieses seltene Kunstwerk bietet einen Einblick in frühe byzantinische künstlerische Praktiken.
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