Ihlara, Christliches Klostertal in Kappadokien, Türkei
Das Ihlara ist ein Tal in der Region Kappadokien, das sich durch Kalksteinfelsen erstreckt und vom Fluss Melendiz durchflossen wird. Die steilen Wände beherbergen zahlreiche in Stein gehauene Kirchen und Wohnräume aus der byzantinischen Zeit.
Während des 7. bis 13. Jahrhunderts errichteten byzantinische Mönche hier ein Klosterzentrum und erschufen über 50 Kirchen und Wohnräume in den Felsen. Das Tal entwickelte sich zu einer bedeutenden religiösen Gemeinschaft mit einer komplexen Struktur von Bauwerken.
Die Kirchen im Tal zeigen Wandmalereien mit biblischen Szenen und religiösen Figuren, die verschiedene künstlerische Traditionen von persischen bis byzantinischen Einflüssen widerspiegeln. Besucher können heute noch diese alten Kunstwerke in den in Stein gehauenen Räumen sehen und erleben.
Der Zugang zum Tal erfolgt über eine Treppe mit vielen Stufen am Haupteingang, mit alternativen Eingängen im Dorf Belisırma bei Renovierungsarbeiten. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen und ausreichend Zeit für das Erkunden der verschiedenen Räume einplanen.
Archäologen fanden im Tal Überreste von Dutzenden Katzen aus dem 10. bis 13. Jahrhundert, die nach ähnlichen Praktiken wie im alten Ägypten behandelt wurden. Diese Entdeckung zeigt, dass Tiere in dieser religiösen Gemeinschaft eine besondere Bedeutung hatten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.