Ihlara-Tal, Archäologische Schlucht in der Provinz Aksaray, Türkei.
Das Ihlara-Tal ist ein Canyontal in der Provinz Aksaray, das von einem Fluss durchflossen wird und Tiefenschichten von mehr als 100 Metern aufweist. Entlang der steilen Felswände befinden sich Dutzende von in den Stein gehauenen Kapellen und Wohnhöhlen, die mit Wandmalereien verziert sind.
Mönche siedelten sich ab dem 7. Jahrhundert in diesem Tal an und schufen Kapellen und Unterkunftshöhlen in das Gestein. Die Besiedlung erlebte ihre Blüte über mehrere Jahrhunderte, bevor die Stätte später aufgegeben wurde.
Das Tal war im Mittelalter ein Zufluchtsort für christliche Gemeinschaften, die ihre Identität durch Wandmalereien in den Felsenkirchen ausdrückten. Diese Kunstwerke zeigen östliche und westliche Einflüsse, die sich in Szenen aus dem Leben religiöser Figuren widerspiegeln.
Der Zugang erfolgt von oben durch Treppen, die in die Schlucht führen, wobei mehrere Eingangspunkte entlang der Route vorhanden sind. Das Wandern durch das Tal ist moderat und erfordert komfortable Schuhe sowie Zeit für die vielen historischen Stätten.
In den Kirchen wurden Skelette von Katzen gefunden, die aus dem Mittelalter stammen und auf ungewöhnliche Verbindungen zu östlichen Kulturen hindeuten. Diese Entdeckung offenbart unerwartete Handelsnetze und religiöse Praktiken aus dieser Zeit.
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