Long An, Landwirtschaftliche Provinz im Süden Vietnams
Long An ist eine Provinz im südlichen Vietnam, die sich zwischen Ho-Chi-Minh-Stadt und dem Mekong-Delta erstreckt und von einem dichten Netz aus Flüssen und Kanälen durchzogen wird. Die Landschaft wechselt zwischen Reisfeldern, kleinen Ortschaften und Flussmündungen, die das Leben und die Wirtschaft der Region seit Jahrhunderten prägen.
Das Gebiet gehörte vom 1. bis zum 7. Jahrhundert zum antiken Königreich Funan, dessen Spuren sich in archäologischen Fundstätten wie Go Xoai und Go Don finden lassen. Die Ausgrabungen zeigen Reste der Oc-Eo-Kultur, die einst über weite Teile des Mekong-Deltas verbreitet war und Handelswege bis nach Indien und China unterhielt.
Die Tempel und Pagoden der Provinz zeigen bauliche Einflüsse der Kinh-, Khmer- und Hoa-Gemeinden, die bis heute das religiöse Leben prägen. Besucher bemerken oft die unterschiedlichen Baustile und Dekorationen, die in denselben Ortschaften nebeneinander existieren und von einer gemeinsamen Geschichte erzählen.
Die Provinz lässt sich am besten mit dem Auto oder Motorrad erkunden, da die Straßen zwischen den Orten meist asphaltiert und gut befahrbar sind. Wer mit dem Bus anreist, findet in Tan An, der Hauptstadt, Verbindungen in die umliegenden Ortschaften und zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Region.
Die beiden Flüsse Vam Co Dong und Vam Co Tay bilden ein natürliches Bewässerungssystem, das den Anbau von Cho-Dao-Reis ermöglicht, einer regionalen Sorte mit langen Körnern und festem Biss. Lokale Märkte verkaufen diesen Reis oft unverpackt in großen Körben, sodass Besucher die Körner direkt sehen und riechen können.
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