Tonkin, Historische Region im Norden Vietnams
Tonkin ist eine Region im nördlichen Vietnam, die sich entlang der chinesischen Grenze bis zur gleichnamigen Meeresbucht erstreckt. Das Gebiet umfasst das fruchtbare Flussdelta, Küstenebenen und die bergigen Hochlandgebiete im Norden mit dichtem Waldbestand.
Die französische Kolonialverwaltung unterzeichnete 1884 einen Vertrag, der die Region als Protektorat unter europäischer Kontrolle etablierte. Nach der japanischen Besatzung im Zweiten Weltkrieg proklamierte Ho Chi Minh 1945 die Unabhängigkeit und beendete die koloniale Herrschaft.
Die lokale Bevölkerung hält an Wasserpuppenspielen fest, die in flachen Teichen mit geschnitzten Holzfiguren aufgeführt werden. Traditionelle Handwerkerdörfer rund um die Hauptstadt stellen nach alten Methoden Lackwaren, Seide und Keramik her.
Besucher erreichen die Region über internationale Flughäfen in der Hauptstadt oder über Landübergänge aus China kommend. Das Gebiet lässt sich am besten in den trockeneren Monaten zwischen November und April erkunden, wenn die Wege besser zugänglich sind.
Das Flussdelta ermöglicht drei Reisernten jährlich dank der nährstoffreichen Sedimentablagerungen, die über Jahrhunderte angeschwemmt wurden. Die fruchtbaren Felder ernähren einen großen Teil der Bevölkerung und machen die Region zur Kornkammer des Landes.
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