Nazaré, Surfspot im Bezirk Leiria, Portugal
Nazaré ist eine Gemeinde im Distrikt Leiria an der portugiesischen Westküste, bekannt für ihre spektakulären Winterwellen und ihre traditionelle Fischereikultur. Die Ortschaft teilt sich in zwei Bereiche: das untere Viertel am Meer und den oberen Stadtteil auf der Klippe, der durch eine Standseilbahn verbunden ist.
Der Ort erhielt sein erstes Stadtrecht im Jahr 1514 und entwickelte sich aus einem kleinen Fischerdorf. Jahrhunderte später, in den frühen 2000er Jahren, verwandelte ihn die Entdeckung des tiefen Unterwasserkanons in ein weltweites Ziel für extremes Surfen.
Einheimische Fischer verkaufen ihren frischen Fang noch immer direkt an den Strand angrenzenden Märkten, während Frauen in traditionellen Röcken mit sieben Lagen buntem Stoff durch die Gassen gehen. Diese Kleidung stammt aus einer Zeit, als die Farben halfen, Fischer bei ihren gefährlichen Fahrten vom Ufer aus zu erkennen.
Die beste Zeit für einen Besuch ist zwischen Oktober und März, wenn die Wellen ihre größte Höhe erreichen und Profis am Strand versammelt sind. Wer die Praia do Norte sehen möchte, sollte zum Leuchtturm am Fort São Miguel Arcanjo hinaufgehen, von wo aus man den ganzen Küstenabschnitt überblicken kann.
Der Unterwasserkanon vor der Küste zieht sich über mehr als 200 Kilometer ins Meer hinaus und zählt zu den tiefsten Schluchten Europas. Sein abrupter Anstieg vom Meeresgrund zum Strand erzeugt eine Kompression der atlantischen Dünung, die sonst an keiner anderen Stelle Europas zu finden ist.
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