Süditalien bietet eine große Vielfalt an historischen Stätten, religiösen Bauwerken und Naturgebieten, die Besucher über mehr als zwei Jahrtausende Kulturgeschichte führen. Die Region beherbergt griechische Tempel wie den Tempel der Hera in Metaponto, mittelalterliche Festungen wie das Castello Aragonese in Tarent und Rocca Calascio in den Abruzzen, sowie religiöse Komplexe wie das Santuario di Monte Sant'Angelo, eine wichtige Wallfahrtsstätte seit dem frühen Mittelalter. Unterirdische Katakomben in Neapel und Palermo, Felskirchen in Matera und die Cripta del Peccato Originale zeigen die Entwicklung christlicher Kunst und Architektur. Die natürliche Umgebung reicht von Meeresschutzgebieten wie der Riserva Marina di Punta Campanella an der Küste Kampaniens bis zu den Tremiti-Inseln in der Adria. Binnenlandschaften umfassen den Parco Nazionale d'Aspromonte in Kalabrien, die erosiven Calanchi di Aliano in der Basilicata und das Cavagrande del Cassibile in Sizilien. Küstenformationen wie der Arco Naturale bei Palinuro und Meereshöhlen wie die Grotta della Poesia bei Roca Vecchia ergänzen das geografische Spektrum. Städte wie Matera mit seinen Sassi-Vierteln, Lecce mit barocken Palazzi und die Quartieri Spagnoli in Neapel illustrieren unterschiedliche urbane Entwicklungen. Diese Sammlung konzentriert sich auf das Gebiet um Alberobello, dessen Trulli-Bauten seit 1996 zum UNESCO-Welterbe gehören.
Diese Basilika aus weißem Marmor stammt aus dem 18. Jahrhundert und steht auf den Fundamenten eines römischen Tempels am südlichsten Punkt der italienischen Halbinsel. Der Komplex liegt am Kap Santa Maria di Leuca, wo laut Überlieferung das adriatische Meer auf das ionische Meer trifft. Die Kirche dokumentiert die jahrhundertelange religiöse Kontinuität des Ortes, der bereits in der Antike als heilige Stätte galt und später zu einem wichtigen Wallfahrtsort wurde.
Dieser archäologische Park an den Felswänden der Gravina di Matera vereint über 150 in den Kalkstein gehauene Kirchen, die zwischen dem achten und dreizehnten Jahrhundert entstanden. Die Anlagen zeigen byzantinische Wandmalereien, Fresken mit biblischen Szenen und Heiligendarstellungen. Einige Kirchen wie Santa Maria de Idris und San Pietro Caveoso sind für Besucher geöffnet und dokumentieren die monastische Tradition der Region. Das Gelände erstreckt sich über die Hochebene der Murgia und bildet ein Freilichtmuseum christlicher Felsenarchitektur im südlichen Italien.
Die Festung von Venosa wurde im 15. Jahrhundert auf römischen Ruinen erbaut und verbindet normannische sowie aragonesische Bauelemente. Dieses Kastell liegt in der Basilikata und zeigt die militärische Architektur der Zeit, als die Region zwischen verschiedenen Herrscherhäusern umkämpft war. Die Mauern und Türme stehen auf Fundamenten aus der Antike, was die lange Siedlungsgeschichte des Ortes verdeutlicht. Besucher können die Verbindung zwischen römischer Vergangenheit und mittelalterlicher Festungsarchitektur in den Strukturen erkennen.
Dieser Kalksteinbogen im Tyrrhenischen Meer steht 20 Meter über dem Wasser und entstand durch Erosion über Jahrtausende hinweg. Der Arco Naturale Palinuro liegt an der kampanischen Küste und ist vom Meer oder über Wanderwege erreichbar. Die Formation besteht aus geschichtetem Kalkstein, der durch Wellenbewegung und Witterung geformt wurde. Bootstouren von Palinuro aus führen unter dem Bogen hindurch und ermöglichen Zugang zu nahegelegenen Meereshöhlen. Das Gebiet ist Teil des Cilento-Nationalparks.
Diese Festung liegt auf einem Gipfel in den Bergen der Abruzzen auf 1460 Metern Höhe. Der Wachturm von Rocca Calascio wurde während der normannischen Herrschaft errichtet und diente zur Kontrolle der Handelswege zwischen der Adriaküste und dem Binnenland. Die Steinstruktur war Teil eines Verteidigungssystems, das mehrere Befestigungen in der Region verband. Das Bauwerk wurde nach einem Erdbeben im 15. Jahrhundert teilweise zerstört und anschließend um zusätzliche Mauern erweitert. Von der Festung aus erstreckt sich der Blick über das Gran Sasso Massiv.
Dieser Archipel besteht aus fünf Inseln in der Adria, 22 Kilometer vor der Küste Apuliens. Die Tremiti-Inseln sind ein Meeresschutzgebiet mit mehreren historischen Klöstern und Festungsanlagen, die hauptsächlich auf der Hauptinsel San Nicola errichtet wurden. Die Abtei Santa Maria a Mare stammt aus dem 11. Jahrhundert und zeigt romanische Architektur mit späteren Verstärkungen. San Domino ist die größte und waldreichste Insel, während Capraia überwiegend unbewohnt ist. Das geschützte Gebiet ermöglicht den Zugang per Fähre von mehreren Hafenstädten der Region.
Dieser botanische Garten in Neapel wurde 1807 gegründet und dient der Universität Neapel als Forschungs- und Lehreinrichtung. Die Anlage beherbergt etwa 25.000 Exemplare aus rund 10.000 Pflanzenarten auf einer Fläche von 12 Hektar. Besucher finden hier historische Gewächshäuser aus dem 19. Jahrhundert, Sammlungen mediterraner und tropischer Pflanzen sowie seltene botanische Exemplare. Der Garten liegt im Zentrum der Stadt und bietet einen ruhigen Ort für wissenschaftliche Studien und öffentliche Bildung.
Diese Begräbnisstätte in Palermo bewahrt rund achttausend konservierte Leichname, die zwischen 1599 und 1920 von Kapuzinermönchen mithilfe natürlicher Trocknungs- und Einbalsamierungsmethoden präpariert wurden. Der Cimitero dei Cappuccini dokumentiert vergangene Bestattungspraktiken und soziale Strukturen Siziliens über mehrere Jahrhunderte. Die Toten sind in verschiedenen Bereichen nach Stand und Geschlecht geordnet. Der Besuch erlaubt Einblicke in historische Konservierungstechniken und bietet eine ungewöhnliche Auseinandersetzung mit Sterblichkeit und regionaler Geschichte.
Dieser Turm aus dem 16. Jahrhundert steht auf einem Felsenvorsprung über dem Meer und diente einst zur Verteidigung der Küste vor Piratenangriffen. Die Anlage gehört zu einem System von Wachtürmen, die entlang der Küste Sardiniens errichtet wurden. Von der Torre di Chia aus hatten die Wachen einen weiten Blick über das Meer und konnten bei Gefahr Signale an benachbarte Türme weiterleiten. Die Struktur wurde aus lokalem Stein gebaut und zeigt die militärische Architektur jener Zeit. Heute ist der Turm ein Zeugnis der historischen Verteidigungssysteme Süditaliens.
Diese Insel liegt 500 Meter vor der Küste von Gallipoli im Ionischen Meer. Der Leuchtturm auf Sant'Andrea wurde 1866 errichtet und dient seither der Navigation entlang dieses Küstenabschnitts. Die Insel gehört zu den historischen Seefahrtsmarken in der Region Apulien und ist Teil der maritimen Geschichte des süditalienischen Kulturraums in der Nähe von Alberobello. Von der Küste aus ist der Leuchtturm deutlich sichtbar und markiert die Einfahrt zum Hafen von Gallipoli.
Das Castello Aragonese di Taranto wurde 1486 unter Ferdinand von Aragon errichtet und verbindet die Altstadt über einen steinernen Bogen mit dem Festland. Die Festung diente über Jahrhunderte als militärischer Stützpunkt und beherbergt heute ein Museum, das die Geschichte der Stadt und der Region dokumentiert. Besucher können die Wehrgänge, Türme und Kasematten besichtigen und vom oberen Geschoss den Blick über die Stadt und das Meer genießen. Die Anlage zeigt typische Elemente der aragonesischen Militärarchitektur des späten 15. Jahrhunderts.
Die Fonte Aretusa ist eine natürliche Süßwasserquelle in Siracusa, die nur wenige Meter vom Meer entfernt entspringt. In ihrem Becken wachsen Papyruspflanzen, die seit der Antike hier gedeihen und zu den wenigen wildwachsenden Beständen dieser Art in Europa gehören. Die Quelle liegt auf der Insel Ortygia und gehört zum historischen Zentrum der Stadt. Griechische Mythen verbinden sie mit der Nymphe Arethusa, die hier Zuflucht vor dem Flussgott Alpheus gefunden haben soll. Das klare Wasser bildet einen kleinen Teich, der von Steinmauern eingefasst ist und heute als öffentlicher Ort zugänglich bleibt.
Maratea liegt an der tyrrhenischen Küste und verfügt über 32 religiöse Bauwerke, die mehrere Jahrhunderte architektonischer Entwicklung dokumentieren. Die 21 Meter hohe Christusstatue steht auf den Klippen über der Stadt und markiert seit 1965 die Skyline. Die Altstadt bewahrt mittelalterliche Straßenmuster, während die Küstenlage Zugang zu mehreren Buchten bietet. Die verschiedenen Kirchen zeigen romanische, gotische und barocke Stilelemente und spiegeln die religiöse Geschichte der Region wider.
Dieses historische Viertel aus dem 16. Jahrhundert liegt im Zentrum Neapels und bewahrt seine ursprüngliche städtebauliche Struktur mit engen Gassen und mehrstöckigen Wohnhäusern. Die Quartieri Spagnoli entstanden unter spanischer Herrschaft zur Unterbringung von Soldaten und entwickelten sich zu einem dicht besiedelten Wohngebiet. Heute führen die steilen Straßen zwischen traditionellen Wohnhäusern hindurch, wo Wäsche zwischen den Fassaden hängt und lokale Restaurants neapolitanische Küche servieren. Das Viertel zeigt das alltägliche Leben einer süditalienischen Großstadt und ergänzt die kulturellen und historischen Stätten in der Region um Alberobello mit einem authentischen urbanen Erlebnis.
Diese runden Steinhäuser mit konischen Dächern aus dem 14. Jahrhundert sind charakteristische Beispiele der traditionellen Bauweise Apuliens. Die Trulli di Alberobello wurden ohne Mörtel errichtet, eine Technik, die in dieser Region über Jahrhunderte entwickelt wurde. Die Strukturen dienten ursprünglich als landwirtschaftliche Unterkünfte und Lagerstätten. Heute bilden sie das Zentrum des historischen Ortskerns und dokumentieren die architektonische Anpassung an das lokale Klima und die verfügbaren Materialien der süditalienischen Landschaft.
Dieses Tempel in Metaponto wurde im 6. Jahrhundert v. Chr. erbaut und zeigt dorische Architektur aus der griechischen Kolonialzeit in Süditalien. Von den ursprünglichen Säulen stehen noch 15 aufrecht und demonstrieren die antike Baukunst der Magna Graecia. Der Tempel gehörte zur griechischen Siedlung Metapontum und war der Göttin Hera gewidmet. Die erhaltenen Säulen bieten Einblick in die religiösen und architektonischen Traditionen der griechischen Siedler, die diese Küstenregion zwischen dem 8. und 3. Jahrhundert v. Chr. prägten.
Diese Benediktinerabtei aus dem Mittelalter steht auf einem 800 Meter hohen Berg mit Blick auf den Golf von Manfredonia. Die Abtei des Heiligen Michael entwickelte sich zu einem wichtigen Pilgerziel in Süditalien und zeigt romanische Architektur mit späteren gotischen Ergänzungen. Der Komplex umfasst eine in den Fels gehauene Grotte, wo der Erzengel Michael der Überlieferung nach im 5. Jahrhundert erschienen sein soll. Besucher erreichen das Heiligtum über eine breite Steintreppe, die zum unterirdischen Kirchenraum führt. Die Bronzetüren aus dem 11. Jahrhundert zeigen biblische Szenen in aufwendigen Reliefs.
Dieser mittelalterliche Ort auf einem Felsvorsprung beherbergt das Santuario di San Michele Arcangelo, eine Höhlenkirche aus dem 5. Jahrhundert, die zu einem wichtigen Pilgerziel auf dem Weg nach Jerusalem wurde. Monte Sant'Angelo wurde 2011 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen und bewahrt eine Altstadt mit engen Gassen, weißen Häusern und normannischen Bauten. Die Höhlenkirche liegt 14 Meter unter der Erdoberfläche und enthält byzantinische Bronzetüren aus dem 11. Jahrhundert. Von den Stadtmauern aus erstreckt sich der Blick über die Gargano-Halbinsel bis zur Adria.
Das Museo Castromediano zeigt archäologische Funde aus dem Salento, die vom Paläolithikum bis zur römischen Zeit reichen. Die Sammlung umfasst prähistorische Steinwerkzeuge, messapische Keramik, griechische Vasen und römische Skulpturen. Das 1868 gegründete Museum trägt den Namen des Herzogs Sigismondo Castromediano, der die Institution ins Leben rief. Die Exponate dokumentieren die Besiedlungsgeschichte der Region und die kulturellen Verbindungen zwischen den antiken Zivilisationen des Mittelmeerraums. Das Museum befindet sich in einem modernen Gebäude am Stadtrand von Lecce.
Die Calanchi di Aliano sind Erosionsformen in der Basilicata, die durch jahrhundertelange Einwirkung von Wasser und Wind auf Tonböden entstanden sind. Carlo Levi verbrachte während seines politischen Exils in den 1930er Jahren Zeit in dieser abgelegenen Gegend und schrieb hier sein bedeutendes Werk „Christus kam nur bis Eboli.
Diese Senke zwischen Bari und Brindisi enthält Trockensteinhäuser mit konischen Dächern aus gestapelten Kalksteinplatten, die als Trulli bekannt sind. Das Tal erstreckt sich über etwa 600 Quadratkilometer hügeliges Gelände mit Olivenhainen, Weinbergen und mittelmeerischer Vegetation zwischen den Gemeinden Locorotondo, Cisternino und Martina Franca. Landwirtschaftliche Traditionen prägen die Kulturlandschaft, in der Familien seit Jahrhunderten Steinstrukturen ohne Mörtel errichten und Feldfrüchte auf roten Böden zwischen Trockenmauern anbauen.
Dieses Heiligtum in Monte Sant'Angelo steht auf einem Berg im Gargano-Gebirge und wurde im 5. Jahrhundert als Wallfahrtskirche gegründet. Die Anlage umfasst eine in den Fels gehauene Grotte, in der liturgische Gegenstände und religiöse Artefakte aus verschiedenen Epochen aufbewahrt werden. Der Komplex zieht seit Jahrhunderten Pilger an und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe als Teil der langobardischen Machtzentren in Italien.
Diese natürliche Schwimmmulde an der Küste von Roca Vecchia entstand durch die Erosion von Kalkstein über Jahrtausende. Die Grotta della Poesia verbindet sich durch unterirdische Passagen mit dem Meer und dient seit der Bronzezeit als Kultstätte. Archäologen entdeckten messapische und griechische Inschriften an den Wänden, die von religiösen Zeremonien zeugen. Das klare Wasser und die etwa 5 Meter hohen Klippen ziehen Schwimmer und Kletterer an.
Die Riserva Naturale Orientata Cavagrande del Cassibile ist ein Schutzgebiet in den Hybläischen Bergen mit einer 10 Kilometer langen Schlucht, die durch den Fluss Cassibile geformt wurde. Der Canyon erreicht Tiefen von etwa 300 Metern, und an seinem Grund haben sich natürliche Wasserbecken gebildet, die zum Schwimmen genutzt werden können. In den Kalksteinwänden befinden sich prähistorische Nekropolen mit Kammergräbern aus der Bronzezeit. Wanderwege führen vom Plateau hinab zum Flussbett, wo sich mediterrane Vegetation mit Oleander, Platanen und Weiden entwickelt hat. Diese Naturstätte im Süden Siziliens zeigt die geologischen und archäologischen Schichten der Region.
Diese Felskirche aus dem 9. Jahrhundert in Matera beherbergt byzantinische Wandmalereien, die religiöse Themen und die Apostel darstellen. Die Krypta der Erbsünde liegt etwa 12 Kilometer außerhalb des historischen Zentrums von Matera in einem natürlichen Hohlraum. Die Fresken zeigen Szenen aus dem Alten und Neuen Testament sowie die Figuren von Petrus und Paulus. Die Kirche wurde in den 1960er Jahren wiederentdeckt und nach einer Restaurierung für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Diese Meeresschutzzone erstreckt sich über 1.500 Hektar entlang der südlichen Küste der Halbinsel von Sorrent und schützt Neptungraswiesen, Korallen und mediterrane Fischarten. Das Reservat liegt zwischen dem Golf von Neapel und dem Golf von Salerno, mit Meeresböden, die von flachen Bereichen bis zu 50 Meter Tiefe reichen. Die Zone umfasst drei unterschiedliche Schutzgebiete mit reglementierten Tauchmöglichkeiten und Bootsfahrten zur Beobachtung der Unterwasserfauna, die mehr als 200 Fischarten umfasst.
Die Kathedrale von Troia steht in der apulischen Provinz Foggia und dokumentiert die romanische Baukunst Süditaliens. Das 1093 geweihte Gebäude verfügt über ein Bronzeportal mit 28 reliefierten Tafeln und ein Rosenfenster mit geometrischen Ornamenten. Die Fassade zeigt byzantinische und islamische Einflüsse, die für die mittelalterliche Architektur dieser Region typisch sind. Im Inneren befinden sich ein erhaltenes Mosaikpflaster aus dem 12. Jahrhundert und eine Kanzel aus dem 13. Jahrhundert. Diese Kathedrale gehört zu den bedeutenden romanischen Sakralbauten Apuliens und liegt etwa 80 Kilometer nordwestlich von Alberobello.
Dieser 65.000 Hektar große Nationalpark in Kalabrien schützt Bergwälder, mediterrane Vegetation und endemische Arten. Das Aspromonte-Massiv reicht von bewaldeten Höhenlagen bis zu tieferen Zonen mit Macchia und Olivenhainen, wobei Wölfe, Wildkatzen und verschiedene Greifvögel in dem Gebiet vorkommen. Wanderwege führen durch alte Buchenwälder und zu Dörfern der griechisch-sprachigen Minderheit, während Wasserfälle und Schluchten die raue Topographie prägen.
Diese Katakomben aus dem zweiten Jahrhundert erstrecken sich über zwei Ebenen unter den Straßen Neapels und gehören zu den bedeutenden frühchristlichen Stätten Süditaliens. Die unterirdischen Gänge enthalten frühchristliche Fresken, Mosaike und mehr als 2000 Bestattungsstellen. Die Anlage dokumentiert die Entwicklung der christlichen Gemeinschaft in der Region zwischen dem zweiten und neunten Jahrhundert. Besucher können die verschiedenen Grabkammern, Basiliken und dekorierten Gewölbe besichtigen, die Einblicke in die religiösen Praktiken und Bestattungsriten dieser Zeit geben.