Cité fleurie, Künstlerateliercomplex im 13. Arrondissement, Frankreich.
Die Cité fleurie ist ein Künstlerkomplex im 13. Arrondissement, der aus zwei parallelen Gebäuden mit etwa 30 Studios besteht, die sich zwischen Boulevard Arago und Rue Léon-Maurice-Nordmann erstrecken. Die weiß gestrichenen Holzrahmen der Studios prägen das Erscheinungsbild dieser Wohnanlage bis heute.
Der Komplex wurde zwischen 1878 und 1888 erbaut und nutzte Materialien vom Pavilion der Lebensmittelausstellung der Pariser Weltausstellung von 1878, die vom Architekten Hunebelle entworfen wurde. Diese ungewöhnliche Wiederverwendung von Ausstellungsmaterialien prägt bis heute die Struktur und das Aussehen der Gebäude.
Die Künstler, die hier arbeiteten, prägten die Kunstszene von Paris nachhaltig und legten den Grundstein für eine kreative Gemeinschaft, die Generationen von Schöpfern anzog. Diese Wirkstätten wurden zu einem Symbol für künstlerische Freiheit und Zusammenarbeit.
Das Gelände ist privat und nicht öffentlich zugänglich, befindet sich aber in einem bewohnten Wohnviertel, das man besuchen kann. Die genaue Adresse lautet 65 Boulevard Arago im 13. Arrondissement, wo die Fassade von der Straße aus sichtbar ist.
Von 1934 bis 1939 beherbergte das Gelände die Deutsche Freiheitsbibliothek, eine Sammlung von Büchern, die vom Nazi-Regime verboten waren. Dieses versteckte Kapitel zeigt, wie der Ort während eines der dunkelsten Momente Europas als Zufluchtsort für gefährdete Werke diente.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.