Grotte du Vallonnet, Prähistorische Höhle in Roquebrune-Cap-Martin, Frankreich
Die Grotte du Vallonnet ist eine vorgeschichtliche Höhle in Roquebrune-Cap-Martin an der französischen Küste, die sich etwa 110 Meter über der Bucht von Menton befindet. Der Eingang führt durch einen schmalen Korridor in eine Kammer, in der mehrere Schichten von Sedimenten bewahrt sind und Werkzeuge, Tierknochen sowie Überreste von Meereslebewesen enthalten.
Die Höhle wurde von Menschen bewohnt, deren Steinwerkzeuge etwa einer Million Jahre alt sind und die Höhle somit zu einem der ältesten bekannten Orte der menschlichen Besiedlung in Europa machen. Diese Zeitspanne zeigt, wie früh Menschen schon die Küstengebiete erreicht haben und dort Unterschlupf suchten.
Die Höhle war über lange Zeiträume hinweg ein Ort, an dem Menschen und große Raubtiere zusammen lebten, wie die gefundenen Spuren zeigen. Dieser geteilte Raum erzählt von einem anderen Alltag, als Menschen noch Höhlen mit wilden Tieren bewohnten.
Die Höhle ist für Besucher nicht zugänglich und kann nicht betreten werden, aber die wichtigsten Funde sind im Regionalmuseum für Vorgeschichte in Menton zu sehen. Um mehr über die Entdeckungen zu erfahren, ist ein Besuch dieses Museums eine praktische Alternative zum Ort selbst.
In einer mittleren Sedimentschicht wurden elf einfache Steinwerkzeuge gefunden, die zeigen, wie frühe Menschen bereits Werkzeuge zur Bewältigung ihres alltäglichen Lebens nutzten. Diese wenigen Gegenstände bieten einen direkten Blick auf die Fähigkeiten und Gewohnheiten von Menschen, die vor einer Million Jahren lebten.
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