Marine reserve of Iroise, Meeresschutzgebiet an der westlichen Spitze der Bretagne, Frankreich
Die Meeresschutzzone von Iroise ist ein Naturschutzgebiet an der westlichsten Küste der Bretagne, das sich über eine riesige Wasserfläche zwischen den Inseln Sein und Ouessant erstreckt. Das Gebiet zeichnet sich durch unterschiedliche Meereslebensräume aus und beheimatet mehrere historische Leuchttürme auf dem Meer.
Das Gebiet wurde 2014 zum Meeresschutzpark erklärt und später als eines der ersten Beispiele in die Grüne Liste der Weltnaturschutzunion aufgenommen. Diese Anerkennung markierte einen Wendepunkt bei der internationalen Würdigung von Schutzmassnahmen für Meeresökosysteme.
Die lokalen Fischergemeinden praktizieren hier seit Generationen ihre Handwerkstechniken und teilen ihr Wissen über die Meeresressourcen der Region. Ihre Präsenz prägt bis heute das Bild dieser Gewässer und verbindet wirtschaftliche Nutzung mit Naturschutz.
Die Besucherzentrale in Le Conquet bietet Informationen zur Meeresbiologie und zur Erkundung des Schutzgebiets sowie Hinweise auf Beobachtungsmöglichkeiten von Meerestieren. Am besten lässt sich das Gebiet vom Festland aus oder durch geführte Bootsfahrten erkunden, die von lokalen Anbietern angeboten werden.
Das Gebiet ist eine Übergangszone zwischen gemäßigten und kalten Meeresgewässern, in der sich seltene Arten tummeln, die man nur an wenigen Stellen Europas findet. Diese besondere Position macht es zu einem wertvollen Laboratorium für die Erforschung von Klimaveränderungen in den Ozeanen.
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