Hudsonstraße, Meerespassage zwischen der Baffininsel und Quebec, Kanada
Der Hudson Strait ist eine Meerenge, die sich über etwa 800 Kilometer von der Labradorküste bis zur Hudson Bay erstreckt und zwischen der Baffin-Insel und Quebec verläuft. Die Breite variiert unterwegs zwischen etwa 65 und 240 Kilometern und verbindet zwei große Wasserbecken miteinander.
Der englische Entdecker Henry Hudson durchquerte die Meerenge 1610 als erster Europäer auf der Suche nach einer Route zum Pazifik. Sein erfolgreiche Reise eröffnete eine neue Verbindung, die bald darauf zum Zentrum des Pelzhandels in Nordamerika wurde.
Die Inuit-Gemeinschaften hier nutzen das Meer seit langem für ihre Jagd und ihren Fischfang und bewahren damit alte Lebensweisen, die bis heute fortbestehen.
Die Durchfahrt ist nur in den späten Sommermonaten und frühen Herbstmonaten sicher möglich, wenn das Meereis ausreichend geschmolzen ist. Wer die Gegend besuchen möchte, sollte diese enge Zeitfenster berücksichtigen und sich früh erkundigen, welche Routen gerade befahrbar sind.
Die Gewässer in der Nähe von Resolution Island sind etwa die Hälfte aller Tage von dichtem Nebel bedeckt und gehören damit zu den nebelreichsten Orten der Welt. Diese extreme Sichtbehinderung macht die Navigation hier besonders tückisch und erfordert ständige Aufmerksamkeit.
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