Theodulgletscher, Gletscher in Zermatt, Schweiz
Der Theodulgletscher ist ein Gletscher an der Grenze zwischen der Schweiz und Italien, oberhalb von Zermatt im Kanton Wallis, mit zwei Gletscherzungen, die vom Breithorn-Massiv absteigen. Er liegt auf einer Höhe von rund 3.500 Metern und ist einer der wenigen Gletscher in den Alpen mit präparierten Skipisten, die das ganze Jahr über befahrbar sind.
Der Theodulgletscher hat das Tal unterhalb von Zermatt während der Eiszeit geformt und war jahrhundertelang als natürlicher Übergang über die Alpen bekannt. Der Theodulpass, der über den Gletscher führt, wurde seit der Antike als Verbindungsweg zwischen den Tälern auf beiden Seiten der Alpen genutzt.
Der Theodulgletscher liegt genau auf der Grenze zwischen der Schweiz und Italien, was ihn zu einem der wenigen Orte macht, wo man beim Skifahren von einem Land ins andere wechseln kann. Viele Besucher überqueren die Grenze auf Skiern und fahren von Zermatt auf der Schweizer Seite hinüber nach Breuil-Cervinia auf der italienischen Seite.
Der Gletscher ist über Gondeln und Seilbahnen ab Zermatt erreichbar, die zum Plateau Rosa führen, wo sich die Pisten befinden. Es empfiehlt sich, morgens früh zu fahren, da das Wetter auf dieser Höhe schnell wechseln kann und die Sicht nachmittags oft schlechter wird.
Am Rand des Gletschers haben sich seit den 1980er Jahren mehrere kleine Seen gebildet, darunter der Theodulgletschersee, der als höchstgelegener See seiner Größe in der Schweiz gilt. Diese Seen entstanden, als das Eis zurückging und Vertiefungen im Fels hinterließ, die sich mit Schmelzwasser füllten.
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