Main-Donau-Kanal, Wasserstraße in Bayern, Deutschland
Der Rhein-Main-Donau-Kanal ist eine künstliche Wasserstraße in Bayern, die den Main bei Bamberg mit der Donau bei Kelheim verbindet. Dieser Schifffahrtsweg verläuft durch das fränkische und bayerische Hügelland und überwindet den Höhenunterschied zwischen beiden Flüssen mithilfe von insgesamt sechzehn Schleusenkammern.
Der Gedanke einer Verbindung zwischen beiden Flusssystemen geht auf das Jahr 793 zurück, als Karl der Große einen ersten Graben bauen ließ. Die heutige Wasserstraße entstand zwischen 1960 und 1992 nach mehreren Jahrzehnten Planung und umfangreichen Bauarbeiten.
Der Kanal verkörpert deutsche Ingenieurskunst und ermöglicht durchgehende Schifffahrt von der Nordsee bis zum Schwarzen Meer durch mehrere europäische Länder.
Wer die Wasserstraße entlang radelt oder zu Fuß erkundet, findet begleitende Wege auf beiden Uferseiten. Die Schleusenkammern lassen sich aus der Nähe beobachten, wobei die Durchfahrt von Frachtschiffen mehrere Minuten dauert und gut zu verfolgen ist.
Entlang der Strecke bildet die Schleuse Hilpoltstein mit einer Fallhöhe von 24,7 Metern die höchste Stufung des gesamten Kanalsystems. Hier wird deutlich, wie stark das Gelände zwischen den beiden Flusstälern ansteigt und wieder abfällt.
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