Martin-Gropius-Bau, Renaissance-Museum in Kreuzberg, Deutschland.
Der Martin-Gropius-Bau ist ein Ausstellungsgebäude in Berlin-Kreuzberg, dessen quadratischer Grundriss mit 70 Meter langen Seiten einen Innenhof mit Mosaiken und Wappen umschließt. Die Fassaden im Stil der italienischen Renaissance tragen über den Fenstern Terrakottareliefs, die Handwerk und Industrie darstellen.
Martin Gropius und Heino Schmieden errichteten das Gebäude zwischen 1877 und 1881 als Kunstgewerbemuseum, das bis zum Ersten Weltkrieg Sammlungen angewandter Kunst zeigte. Nach schweren Kriegsschäden blieb das Haus jahrzehntelang ungenutzt, bis eine umfassende Sanierung in den 1980er Jahren die Wiedereröffnung ermöglichte.
Die Ausstellungsräume präsentieren regelmäßig internationale zeitgenössische Kunst, Fotografie und Multimedia-Installationen und verbinden verschiedene künstlerische Disziplinen und kulturelle Perspektiven.
Das Gebäude liegt nahe dem Potsdamer Platz und bietet rollstuhlgerechten Zugang zu allen Ausstellungsebenen. Die Öffnungszeiten reichen von Mittwoch bis Montag, und der Innenhof eignet sich als Pausenort zwischen den Galerien.
Während der Teilung Berlins stand das Gebäude direkt an der Grenze zwischen Ost und West, sodass seine Mauern die geteilte Stadt physisch markierten. Der Innenhof diente nach dem Fall der Mauer als Ort für Konzerte und öffentliche Veranstaltungen, die die Wiedervereinigung feierten.
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