Topographie des Terrors, Militärmuseum in Kreuzberg, Deutschland
Die Topographie des Terrors ist ein Dokumentationszentrum in Kreuzberg, das auf dem Gelände der ehemaligen Gestapo-Zentrale steht und Ausstellungen zur Geschichte der NS-Verfolgungsapparate zeigt. Das offene Areal umfasst Ausgrabungen der Kellergewölbe, Schautafeln im Freien und einen überdachten Ausstellungsraum, der sich über mehrere Ebenen erstreckt.
Das Gelände beherbergte ab 1933 die Kommandozentralen von Gestapo, SS-Führung und Reichssicherheitshauptamt, die von hier aus Verfolgung und Deportationen organisierten. Nach Kriegsende lagen die zerstörten Gebäude jahrzehntelang brach, bis 1987 eine provisorische Ausstellung eröffnete und 2010 das heutige Zentrum entstand.
Der Name verweist auf die systematische Erfassung und Verfolgung durch die NS-Sicherheitsorgane, die hier ihren Sitz hatten. Besucher können heute an Informationstafeln entlang der Kellerruinen nachvollziehen, wie Verhöre und Verschleppungen von diesem Ort ausgingen.
Das Zentrum liegt nahe der U-Bahn-Station Kochstraße und ist ohne Eintritt zugänglich, wobei die Außenanlagen jederzeit begehbar sind. Führungen in mehreren Sprachen werden angeboten, und ein Café bietet Gelegenheit zur Pause zwischen den Ausstellungsbereichen.
Ein Abschnitt der Grundmauern liegt direkt unter einem erhaltenen Stück der Berliner Mauer, das parallel zur Niederkirchnerstraße verläuft. Diese Überlagerung zweier Repressionssysteme an einem Ort macht die Schichten deutscher Geschichte sichtbar.
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