St. Clemens, Katholische Kirche in Kreuzberg, Deutschland.
Die St.-Clemens-Kirche ist eine neuromanische Basilika mit roter Ziegelverblendung, einem braunen Satteldach und einer in zwei Ebenen gegliederten Fassade. Die obere Wand hat drei hohe Bogenfenster, während der untere Bereich unter einem schmalen ziegelgedeckten Pultdach zwei nebeneinanderliegende Bogentüren enthält: die linke von einem spitzen Ziegelgiebel mit einem offenen geometrischen Gitter über einer dunklen Tür bedeckt, die rechte von einem breiten runden Ziegelbogen mit dunklen Doppeltüren gerahmt. Sie wurde als Hinterhofkirche errichtet, von der Straße nicht einsehbar.
Clemens August Graf von Galen, später Bischof von Münster und Kardinal, stiftete die Kirche mit angegliedertem Kolpinghaus; der Grundstein wurde am 18. September 1910 gelegt. Die dem Klemens Maria Hofbauer gewidmete Kirche wurde am 24. Juni 1912 geweiht, diente im Ersten Weltkrieg als Lazarett, und 1919 übernahmen die Jesuiten die Kuratie. 1942 zog die GeStapo das Grundstück zugunsten des Wirtschaftsverwaltungshauptamtes ein; nach Kriegsschäden wurde das Gebäude 1957 restauriert.
Die Kirche ist Klemens Maria Hofbauer gewidmet, einem 1909 heiliggesprochenen Redemptoristen. Seit 2006 leiten Vinzentiner-Patres aus Indien die Seelsorge; 2008 gründeten sie das Exerzitienzentrum der Göttlichen Barmherzigkeit für die Reevangelisation. Neben der Gemeindeseelsorge findet dort eine beständige Ewige Anbetung statt. Im Gebäudekomplex besteht seit Frühjahr 2006 ein Hostel.
Die Kirche liegt in der Stresemannstraße 66, zurückgesetzt als Seitenflügel im zweiten Hof des ehemaligen Kolpinghauses, und ist von der Straße nicht einsehbar. Das Vorderhaus, das sie verdeckte, wurde im Krieg zerstört. Die Ewige Anbetung findet durchgehend statt, sodass fast immer gebetet wird.
Die Kirche liegt im zweiten Hof des ehemaligen Kreuzberger Kolpinghauses, errichtet als typische Berliner Hinterhofkirche, die von der Straße aus durch ein im Krieg zerstörtes Vorderhaus verdeckt war. Das nördliche Seitenschiff hat keine Fenster, weil es an die Brandwand des Nachbargrundstücks grenzt, während Obergadenfenster das Mittelschiff beidseitig belichten.
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