Burg Kempen, Burg in Kempen, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Die Burg Kempen ist eine ehemalige Backsteinburg mit zwei Flügeln auf nahezu dreieckigem Grundriss, dessen Ecken runde Türme mit Zinnenkranz besetzen. Die beiden zweigeschossigen Flügel erheben sich über einem Kellergeschoss mit Tonnengewölbe und stoßen im rechten Winkel aufeinander; unter dem Dachgeschoss läuft ein Spitzbogenfries um. Über den trockenen Graben führt eine vierbogige Steinbrücke zum Portalturm, über dessen Eingang ein in Tuffstein gehauenes Doppelwappen von gotischem Maßwerk in Vierpassform umgeben ist.
Ein Erzbischof ließ das Bauwerk Ende des 14. Jahrhunderts errichten, um die Nordgrenze eines großen Bistums zu sichern. Nach einem Brand im 19. Jahrhundert wurde es mit neuen architektonischen Elementen wieder aufgebaut.
Das Bauwerk wird heute von Besuchern als Wahrzeichen von Kempen wahrgenommen und prägt das Bild der Innenstadt entscheidend. Die Umnutzung zu öffentlichen Zwecken hat es für die Gemeinde bewahrt und in das alltägliche Leben der Menschen integriert.
Die Burg steht im nordöstlichen Stadtkern von Kempen; ihre Außenanlagen sind jederzeit öffentlich zugänglich. Das Innere ist nur nach vorheriger Absprache zu besichtigen. Seit August 2022 finden Kurse der Kreisvolkshochschule in den Räumlichkeiten statt, nachdem das Kreisarchiv Viersen ausgezogen ist.
Während einer umfassenden Restaurierung in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden gotische Stilelemente gezielt in das Design integriert, obwohl das Original aus einer früheren Periode stammte. Diese bewusste Vermischung von Epochen macht das Bauwerk zu einem interessanten Beispiel dafür, wie man im 19. Jahrhundert mit alten Strukturen umging.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.377 Mitwirkenden weltweit.