Jüdischer Friedhof Kempen, Jüdischer Friedhof in Kempen, Deutschland
Der Jüdische Friedhof Kempen liegt am südlichen Rand der Stadt Kempen nahe der Siedlung Kamperlings und umfasst 94 Grabsteine aus den Jahren 1845 bis 1944. Die Steine wurden 2009 aufwendig restauriert; seit 2003 steht der Friedhof unter Denkmalschutz.
Der Friedhof wurde 1809 gegründet, nachdem die jüdische Gemeinschaft während der französischen Besatzung wieder die Erlaubnis erhielt, sich in Kempen anzusiedeln. Dies markierte den Beginn einer neuen Phase für das jüdische Leben in der Stadt nach langer Ausgrenzung.
Auf den älteren Grabsteinen sind hebräische Inschriften auf der Vorderseite zu sehen, während deutsche Texte auf der Rückseite vorhanden sein können. Die Grabsteine zeigen die sprachliche Verbindung zwischen der jüdischen Gemeinschaft und ihrer Heimat.
Der Friedhof ist nicht frei zugänglich und erfordert vorherige Genehmigung durch die städtische Parkverwaltung von Kempen. Es ist ratsam, sich mit den zuständigen Behörden in Verbindung zu setzen, bevor man einen Besuch plant.
Kurt Mendel, der einzige Kempener Jude, der die NS-Zeit überlebte, wurde 2007 auf eigenen Wunsch hier bestattet. Er stammte aus St. Hubert, damals selbständiger Ortsteil und heute Teil von Kempen.
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