Villa Horten, Neoklassizistische Villa am Burgring 73, Kempen, Deutschland.
Villa Horten ist ein klassizistisches Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert mit ausgeprägter Symmetrie auf der Südfassade, wo zwei zentrale Fenster in einem hervortretenden Gebäudeabschnitt angeordnet sind. Das Erdgeschoss beherbergt heute eine Anwaltskanzlei, während die oberen Geschosse und das Dachgeschoss in Wohnungen umgewandelt wurden.
Das Haus wurde 1870 für Henriette Horten, eine Angehörige der wohlhabenden Kaufmannsfamilie, erbaut und verkörpert die Architektur der Gründerzeit. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Gebäude als Rathaus und wurde später einer neuen Nutzung zugeführt.
Das Haus ist nach Henriette Horten benannt, einem Mitglied der Kempener Kaufmannsfamilie Horten und Vorfahrin von Helmut Horten. Die Treppe mit ihrem Treppengeländer aus der Erbauungszeit und der Marmorfußboden im Empfangsbereich überstanden die Sanierung Ende der 1980er Jahre. Heute nutzt eine Anwaltskanzlei das Erdgeschoss, die Obergeschosse dienen als Wohnungen.
Das Gebäude befindet sich an der Burgring 73 im Zentrum Kempens und ist von der Straße aus gut sichtbar. Besucher sollten beachten, dass es sich um ein bewohntes Gebäude mit gemischter Nutzung handelt, das nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist.
Zwischen 2008 und 2010 wurden der Keller des Hauses von der Polizei als möglicher Tatort im Zusammenhang mit einer Person, die 1988 vermisst wurde, untersucht. Diese ungewöhnliche Benutzung des Kellers zeigt, wie Gebäude aus diesem Zeitalter manchmal in moderne Ermittlungen verwickelt wurden.
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